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Neue Spur 19 Jahre nach Raubüberfall: Zeugen gesucht

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Ein Polizeiauto steht hinter einem Absperrband der Polizei. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Fast 19 Jahre nach einem brutalen Raubüberfall in Mittelhessen rollen Ermittler den „Cold Case“ wieder auf und setzen dabei auch auf die Hilfe von Zeugen. Dank moderner Untersuchungs- und Auswertemöglichkeiten habe sich eine neue „vielsprechende Spur“ ergeben, der nun intensiv nachgegangen werde, teilten Gießener Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Gießen/Reiskirchen - Durch den neuen Ermittlungsansatz verspreche man sich, den Fall endlich aufklären zu können.

Anfang Januar 2004 hatten den Ermittlern zufolge drei Maskierte einen damals 27 Jahre alten Geschäftsführer einer Diskothek in Reiskirchen überfallen. Sie lauerten dem Mann morgens an seiner Wohnung auf, überwältigten ihn und zwangen ihn auf die Rückbank seines Autos. Dann seien die Täter mit dem Auto des Mannes zu der Disco gefahren. Sie nahmen ihrem Opfer den Schlüssel für einen Tresor ab, stahlen daraus einen mittleren fünfstelligen Geldbetrag und ließen den Geschäftsführer gefesselt zurück. Der Mann konnte sich selbst befreien und die Polizei rufen.

Bei den folgenden Ermittlungen habe sich keine heiße Spur ergeben, der Fall sei im Lauf der Jahre aber immer wieder neu betrachtet worden, hieß es weiter. Nun bauen Polizei und Staatsanwaltschaft unter anderem auf Bilder einer Überwachungskamera der Diskothek, die zwei der Täter zeigen sollen. Sie hoffen, dass Zeugen Angaben dazu machen können.

Weitere Details sowie Näheres zu ihrer neuen Spur nannten Staatsanwaltschaft und Polizei nicht. Sie begründeten das mit „ermittlungstaktischen Gründen“. dpa

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