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Neue Task Force ermittelt bei illegalen Briefsendungen

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Task Force Briefermittlungen
Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann sitzt neben Ulf Frenkler, Leiter der Task Force. © Sebastian Gollnow/dpa

Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) hat am Montag die neu eingerichtete Task Force Briefermittlungen bei der Staatsanwaltschaft in Marburg besucht. Die Task Force ist seit dem 1. Dezember aktiv und soll den Handel von Drogen und anderen illegalen Waren über Briefe und Pakete bekämpfen, wie das Justizministerium in Wiesbaden am Montag mitteilte.

Marburg - Über Internet, Messengerdienste, soziale Medien und das Darknet würden zunehmend illegale Geschäfte gemacht, hieß es.

Die Task Force soll den Angaben zufolge eng mit Polizei, Zoll und der Deutschen Post DHL Group zusammenarbeiten. In Marburg unterhält die Deutsche Post DHL Group ein Briefermittlungszentrum, in dem nicht zustellbare Briefe und Pakete auf illegale Inhalte überprüft werden. Täglich würden dort bis zu 100 Sendungen mit inkriminierten Inhalten gefunden. In Zukunft sollen diese an die Task Force Briefermittlungen weitergeleitet werden.

Justizministerin Kühne-Hörmann betonte: „Kriminelle Versandhändler werden künftig zweimal überlegen, ob sie ihre verbotenen Waren per Post versenden.“ Eine wichtige Rolle für die Briefermittlung spiele eine Änderung im Postgesetz: Seit März 2021 sind Zusteller dazu verpflichtet, Sendungen mit illegalem Inhalt den Behörden weiterzugeben. Dazu zählen etwa Drogen oder Waffen. Für die Task Force hat die Staatsanwaltschaft Marburg sechs zusätzliche Stellen eingerichtet. dpa

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