Blick auf die gesperrte Salzbachtalbrücke
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Blick auf die gesperrte Salzbachtalbrücke.

Neue Wege nach Wiesbaden sollen Verkehr entlasten

Unter anderem mit einem U-Turn auf der Autobahn und neu eingerichteten Verbindungen rund um die gesperrte Salzbachtalbrücke soll der Verkehr in Wiesbaden besser fließen. Das kündigte die Autobahn GmbH des Bundes am Donnerstag an. Mit dem Bypass, also den neu eingerichteten Verbindungen, an der maroden Brücke soll die Bundesstraße 263 (Mainzer Straße) wieder befahrbar werden, eine wichtige Achse Richtung Innenstadt.

Wiesbaden - Außerdem ist die Autobahn 66 ab Schiersteiner Kreuz für alle Lastwagen ab 3,5 Tonnen bis zur Ausfahrt Biebrich tabu. Damit soll der Stadtverkehr entlastet werden.

Die Brücke musste Mitte Juni kurzfristig gesperrt werden, nachdem sich der Überbau an einem Pfeiler abgesenkt hatte und Betonbrocken herabgefallen waren. Auch die Straßen und Bahngleise unter der Brücke dürfen derzeit nicht befahren werden. Das Bauwerk soll nun binnen zwei Monaten gesprengt werden, damit rasch mit dem Neubau begonnen werden kann. Experten rechnen mit einem Ausfall der Verbindung für insgesamt rund 14 Monate.

Einen konkreten Termin für die geplante Sprengung des Bauwerks gebe es noch nicht, sagte Alexander Pilz, Leiter der Außenstelle Darmstadt der Autobahn GmbH. Inzwischen sei unter anderem ein Nachbarpfeiler des abgesackten Pfeilers mit einem Betonkissen unterstützt worden, um das Bauwerk zu stabilisieren. Dazu seien Maschinen mit langen Auslegearmen zum Einsatz gekommen, da Bauarbeiter der einsturzgefährdeten Brücke nicht zu nahe kommen dürfen.

Der Bypass der normalerweise unter der Brücke verlaufenden B 263 und angrenzender Geh- und Radwege führt über die A 66 - dafür wurden die Mittelleitplanken geöffnet. Um Rückstau zu verringern, wurde an der Auffahrt Biebrich für alle Verkehrsteilnehmer in Richtung Rheingau ein U-Turn über die Autobahn eingerichtet - ebenfalls über den geöffneten Mittelstreifen. dpa

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