Notfalldosen und Kinderfinder: Beruhigung oder Hilfe?

Für den Ernstfall lässt sich vorsorgen: Kinderfinder-Aufkleber an der Zimmertür, Notfalldosen für Singles im Kühlschrank und Rettungskarten hinter der Sichtblende im Auto.

Für den Ernstfall lässt sich vorsorgen: Kinderfinder-Aufkleber an der Zimmertür, Notfalldosen für Singles im Kühlschrank und Rettungskarten hinter der Sichtblende im Auto. Gisela Prellwitz vom Deutschen Roten Kreuz Hessen hält es jedoch für sinnvoller, regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs aufzufrischen. Für die Notfallsanitäter stehe immer der Patient im Mittelpunkt und dessen adäquate Erstversorgung. „Eine Notfalldose oder ähnliches mag dabei hilfreich sein, aber in erster Linie geht es um schnellstmögliche Hilfe”, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Rettungskarten mit genauen Informationen, wie das Auto nach einem Unfall geöffnet werden kann - hinter die Sonnenblende geklemmt - retten dagegen nach Einschätzung des ADAC jedes Jahr Leben. In Notfalldosen im Kühlschrank können wichtige Informationen etwa zum Gesundheitszustand, Medikamentenplan oder Impfungen aufbewahrt werden.

Die Aufkleber für die Kinderzimmertür sind nach Einschätzung des Landesfeuerwehrverbands eine „kleine Unterstützung für die Einsatztaktik der Feuerwehr”. Sie sollen helfen, Kinder in verrauchten Wohnungen schneller zu finden, wie der Sprecher des Landesverbands der Feuerwehr, Harald Popp, sagt. Nach Darstellung des Innenministeriums dienen diese Aufkleber zudem dazu, den Kindern mit Informationen auf der Rückseite das richtig Verhalten bei einem Feuer zu vermitteln.

(dpa)

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