Priska Hinz
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Die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne).

Ökolandwirtschaft soll in Hessen ausgebaut werden

Die schwarz-grüne Landesregierung will die Ökolandwirtschaft in Hessen weiter ausbauen. Im Jahr 2020 habe der Anteil des Ökolandbaus bei 16 Prozent mit einer Fläche von etwa 122 000 Hektar gelegen, sagte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) am Mittwoch im hessischen Landtag in Wiesbaden. Die Ökofläche sei seit 2014 um 42 Prozent gestiegen.

Wiesbaden - Damit liege Hessen auf einem Spitzenplatz. Ziel der Landesregierung sei, den Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche im Land bis zum Jahr 2025 auf 25 Prozent zu erhöhen.

Die Landwirtschaft müsse sich insgesamt nachhaltiger aufstellen, betonte die Grünen-Politikerin. Nur so könne den Herausforderungen beim Klima-, Gewässer-, Tier- und Artenschutz etwas entgegengesetzt werden. Die Landesregierung werde die landwirtschaftlichen Betriebe unterstützen, die sich verändern wollen. Dazu werde eine Prämie für das Umstellen auf die Ökolandwirtschaft angeboten.

Die SPD-Fraktion mahnte, die konventionelle Landwirtschaft dürfe nicht automatisch als schlecht dargestellt werden. Es müsse eine Veränderung der gesamten Landwirtschaft geben, um sie für die Bedürfnisse der Zukunft fit zu machen. Die Linke-Fraktion betonte, die Klimakrise erfordere eine deutlich schnellere Agrarwende. Diese sei nicht durch Anreizprogramme, verändertes Konsumverhalten und freiwillige Zugeständnisse der Agrarindustrie zu erreichen. An deren Regulierung führe kein Weg vorbei.

Die FDP-Fraktion warnte vor planwirtschaftlichen Zielen. Die Produktion von Gütern folge der Nachfrage und nicht umgekehrt. Die regionale Lebensmittelproduktion sollte stärker in den Blick genommen werden. Dabei komme es nicht darauf an, ob diese konventionell oder ökologisch erzeugt werden. Auch die AfD-Fraktion warnte vor zu viel Regulierung und planwirtschaftlichen Zielen. dpa

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