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Trotz Flugblatt-Vorwürfen: Aiwanger soll am Samstag in Hessen auftreten

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Der Landeschef der Freien Wähler Hessen äußert sich bestürzt über das antisemitische Flugblatt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Hessen soll Aiwanger allerdings dennoch auftreten.

Hessen/Bayern – Der Landesvorsitzende der Freien Wähler Hessen, Engin Eroglu, hat sich entsetzt über das antisemitische Flugblatt gezeigt, das in den Schulzeiten des Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger kursiert sein soll. „Diese abstoßenden und ekeligen Gedankengänge haben bei uns in der Partei keinen Platz“, teilte Eroglu am Montag in Wiesbaden mit.

Chef der Freien Wähler in Hessen entsetzt über mögliches antisemitisches Flugblatt von Aiwanger

Der hessische Landeschef äußerte sich bestürzt über das menschenverachtende Flugblatt und erklärte, dass er Aiwanger seit vielen Jahre kenne und nie eine antisemitische Äußerung von ihm gehört habe. Eroglu betonte die Notwendigkeit, alle Hintergründe in Bezug auf das Flugblatt aufzuklären. Trotz dieser Kontroverse bestätigte er, dass die geplante Wahlkampf-Veranstaltung mit Aiwanger im mittelhessischen Wetter (Landkreis Marburg-Biedenkopf) am Samstag (2. September) nach aktuellem Stand wie geplant stattfinden soll.

Hubert Aiwanger
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. © Matthias Balk/dpa

Bruder von Hubert Aiwanger gesteht, antisemitisches Flugblatt verfasst zu haben

Der bayerische Wirtschaftsminister wies die Vorwürfe gegen ihn am Samstagabend (26. August) in einer schriftlichen Erklärung zurück. Er erklärte, dass er als Minderjähriger während seiner Schulzeit in den 1980er Jahren kein antisemitisches Flugblatt geschrieben habe.

„Ich habe das fragliche Papier nicht verfasst und erachte den Inhalt als ekelhaft und menschenverachtend“, so der stellvertretende Ministerpräsident Bayerns. Gleichzeitig gab er an, dass „ein oder wenige Exemplare“ des Flugblatts in seiner Schultasche gefunden worden seien. Kurz darauf gestand Aiwangers älterer Bruder Helmut, das Pamphlet verfasst zu haben. (Jakob von Sass/dpa)

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung bearbeitet und vor der Veröffentlichung von dem Redakteur Jakob von Sass sorgfältig geprüft.

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