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Opposition kritisiert Stand der Digitalisierung an Schulen

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Digitalisierung in Schulen
Ein Schüler eines Gymnasiums errechnet eine Gleichung mit einem iPad im Matheunterricht. © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Opposition im Landtag fordert mehr Investitionen in die Digitalisierung der Schulen in Hessen. Zu viele von ihnen verfügten noch nicht über schnelles Internet, zudem fehle es an professionellem IT-Support, sagte der FDP-Abgeordnete Moritz Promny am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden. Es sollte ein Expertenrat gegründet werden, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Schüler- und Elternschaft sowie Lehrkräfte zusammenzubringen.

Wiesbaden - Promny sprach sich zudem für die Einführung eines verpflichtenden Informatikunterrichts aus. Auch müsse der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) geplant werden - dies könne bei der Organisation und der Förderung von Schülern helfen.

Die SPD befürwortet die Gründung eines Zentrums für Bildung in der Digitalen Welt als zentrale Anlaufstelle. Dieses sollte unter anderem den Ausbau der technischen Infrastruktur sowie die Aus- und Fortbildung des technischen und pädagogischen Personals voranbringen, sagte die Abgeordnete Kerstin Geis.

Die Politikerin der Linken, Elisabeth Kula, stellte fest, es gebe noch immer Schulen, die gar kein Internet hätten. Nötig sei zudem ein Konzept zur pädagogischen Begleitung der Digitalisierung. Die AfD forderte, es dürfe nicht blindlings einem „Hype“ gefolgt werden, vielmehr müsse digitale Bildung mit Maß und Ziel ausgebaut werden.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) entgegnete, die meisten der Forderungen seien bereits in der Umsetzung. So seien Ende vergangenen Jahres 77 Prozent der Schulen an schnelles Internet angeschlossen gewesen, die übrigen sollen bis Ende des Jahres folgen. Auch der WLAN-Ausbau schreite voran. Technische Ausstattung sowie Mittel für IT-Support und Fortbildung seien erhöht, digitales Material für den Unterricht bereitgestellt worden. Das Potenzial von KI solle ebenso genutzt werden, es seien dabei aber noch viele Fragen offen. dpa

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