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Outdoor-Sport boomt: Experte sieht durch Corona einen Trend

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Gemeinsam Schwitzen im Freien - Corona lässt Outdoor-Sport boomen
Zwei Teilnehmer trainieren mit Fitnessgeräten am Mainufer, auf der Trainingsmatte steht "Exercise Mat". © Hannes P. Albert/dpa/Bildarchiv

Rudern, Yoga, Salsa-Tanzen und gemeinsames Schwitzen beim Bootcamp im Park oder am Flussufer: Sportangebote unter freiem Himmel erleben großen Zulauf. Outdoor-Sport boomt, sagte der Frankfurter Sportpsychologe Chris Englert der Deutschen Presse-Agentur: „Die Menschen strömen ins Freie, um dort Sport zu treiben.“ Das zeigten auch großangelegte Studien.

Frankfurt/Main - Schon vor der Pandemie habe es den Trend gegeben. Auch Fitnessstudios begannen, Outdoor-Kurse anzubieten. „Durch Corona wurde das noch befeuert“, sagte Englert.

Sehen und gesehen werden sei dabei ein wichtiger Faktor: „Wir zeigen gerne, was wir alles können.“ Es sei gesellschaftlich auch deutlich wichtiger geworden, gerade in Deutschland, den Körper noch mehr zu formen, als das früher der Fall war. Menschen hätten sehr hohe soziale Anschlussmotive: „Das heißt, wir wollen zusammen Sport treiben, wir wollen gesehen werden, wir wollen Teil einer Gruppe sein“, sagte der Professor der Frankfurter Goethe-Universität.

Das habe nicht nur positive Effekte auf Figur und Konstitution, sondern auch auf psychische Prozesse. Beispielsweise könnte sich bei Menschen, die im Freien Sport treiben, sogenannten Green Exercisers, die Stimmung bessern, auch die Motivation sei höher. Die Hürde, draußen zu trainieren, sei vor allem bei schönem Wetter geringer. Wichtig sei, dass jeder die Sportart finde, die zu ihm passt. „Wenn der Sport Spaß macht, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich weiter mache“, sagte Englert. dpa

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