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Eine Hebebühne wird unterhalb der Salzbachtalbrücke in Position gebracht, nachdem Bauarbeiter durch fehlerhaft gesetzte Bohrlöcher Spannglieder der Brücke beschädigt hatten.

Zwischen Wiesbaden und Frankfurt

Bald Verkehrsentlastung auf Salzbachtalbrücke? Kilometerlange Staus auf der A66

Seit Monaten gibt es auf der A66 massive Verkehrsbehinderungen. Grund ist ein Baufehler an der Salzbachtalbrücke. Bald könnte sich das jedoch ändern. 

Update, 14. Mai, 14.12 Uhr: Mit einer flexiblen Regelung bei den Fahrspuren könnte sich die Lage an der stauanfälligen Salzbachtalbrücke auf der Autobahn 66 bei Wiesbaden nach den Sommerferien etwas entspannen. Wie Hessen Mobil am Dienstag mitteilte, soll dann eine Wechselverkehrsführung eingerichtet werden. Das bedeutet, dass eine Spur je nach Verkehrsaufkommen für unterschiedliche Fahrtrichtungen genutzt werden kann. Insgesamt bleibt die Zahl der Fahrstreifen bei drei. Derzeit stehen in Richtung Frankfurt zwei Spuren und in Fahrtrichtung Rheingau eine Spur zur Verfügung.

Bei Bauarbeiten an der Salzbachtalbrücke waren im Winter schwere Baufehler gemacht worden, so dass die Zahl der Fahrstreifen aus Sicherheitsgründen zunächst reduziert wurde. Seit einigen Wochen gab es zwar wieder drei Spuren, jedoch ohne Wechselverkehrsführung. Um diese nun wieder möglich zu machen, müssen zunächst Brückenpfeiler verstärkt werden, wie Hessen Mobil mitteilte. Diese Arbeiten sollen nach den Sommerferien beendet sein.

Wegen Baufehler: Salzbachtalbrücke verursacht massive Verkehrsbehinderungen auf der A66

Erstmeldung, 23. Januar, 6.45 Uhr: Wiesbaden - Ein Nadelöhr im Autobahnnetz des Rhein-Main-Gebiets wird noch enger: Autofahrer müssen sich an der Salzbachtalbrücke der A66 bei Wiesbaden auf längerfristige erhebliche Verkehrsprobleme einstellen. Kontrollen hatten ergeben, dass wegen eines Baufehlers die Tragfähigkeit der Brücke in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Abteilungsleiter Bau der Straßenbehörde Hessen Mobil, Heiko Durth, sagte am Dienstag, nun werde der Schaden genau analysiert und wenn möglich behoben. Es sei unklar, wie lange dies dauert.

Kilometerlange Staus auf der Salzbachtalbrücke: Hessen Mobil reduziert Zahl der Fahrstreifen 

Hessen Mobil reduzierte nun aus Sicherheitsgründen die Zahl der Fahrstreifen über die Brücke von drei auf zwei. Dies sorgte im Berufsverkehr am Dienstagmorgen für kilometerlange Staus. Wegen Bauarbeiten ist es schon seit längerem eng auf der Brücke: Es gab eine Spur in jede Richtung, der dritte Streifen wurde wechselseitig geöffnet. Bereits diese Regelung hatte regelmäßig Verkehrsprobleme verursacht.

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Die marode Salzbachtalbrücke soll vom Frühjahr 2019 an neu gebaut werden. Bei den Vorbereitungen montierte eine Firma eine Transportschiene falsch und beschädigte dadurch das Bauwerk, wie Hessen Mobil erklärte. „Wir können eine akute Gefährdung für die Verkehrsteilnehmer ausschließen“, betonte Durth. Es gebe aber Bedenken, was die dauerhaften Belastungen angeht. Daher sei eine der drei bisherigen Fahrspuren vorsorglich gesperrt worden.

Weiträumige Umleitungsempfehlungen: Tragfähigkeit der Salzbachbrücke wegen Baufehler in Mitleidenschaft gezogen

Jede Stunde fahren rund 3000 bis 3600 Fahrzeuge pro Richtung über die Brücke, wie der Abteilungsleiter Verkehr bei Hessen Mobil, Torsten Bertram, erklärte. Es gebe weiträumige Umleitungsempfehlungen über die A671 bis zum Mainspitzdreieck bei Bischofsheim (Kreis Groß-Gerau), die A60 (Mainzer Ring) und die Schiersteiner Autobahnbrücke (A643). Der Schwerverkehr soll dauerhaft an der Salzbachtalbrücke vorbeigeleitet werden.

Baufehler auf der Salzbachbrücke passierte bei Standardarbeiten

Nach den Worten von Durth passierte der Baufehler bei Standardarbeiten, als Löcher mit einem Durchmesser von 18 Millimetern in den Beton gebohrt werden mussten. Dabei seien Spannglieder aus Stahl an- oder durchgebohrt worden. Nach einer ersten Schätzung seien maximal 30 Prozent der Spannglieder betroffen, erklärte der Experte. Üblicherweise werde vor der Bohrung an solch sensiblen Stellen der Stahl mittels Radar im Beton lokalisiert und anschließend dokumentiert, damit die Spannglieder von den bis zu 30 Zentimeter tiefen Bohrlöchern nicht beschädigt wurden.

Als die Baufirma diesen Nachweis nicht erbrachte, habe Hessen Mobil ein Loch genauer kontrolliert und den Schaden entdeckt. Die Aufsicht über die ursprünglichen Bauarbeiten sei an ein externes Büro übertragen gewesen, sagte Durth.

(lhe)

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