Peter Feldmann zu Fan-Debatte: Anreize für Impfwillige

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat kritisch auf die Klarstellung von Hessens Sozialministerium reagiert, wonach bei 5000 Zuschauern im Fußballstadion Geimpfte und Genesene nicht extra zählen. Was er vermisse, seien „Anreize für Impfwillige. Warum können bei Sport- und Großveranstaltungen über die zulässigen 5000 Zuschauerinnen und Zuschauer hinaus keine Geimpften und Genesenen Einlass finden, auch wenn die Inzidenz über 35 liegt?“

Frankfurt/Main - , fragte Feldmann in einem Offenen Brief, den er am Montag veröffentlichte.

Das hessische Ministerium hatte für die Regularien bei einer Inzidenz von über 35 (pro 100.000 Menschen in sieben Tagen) am Sonntag eine Klarstellung vorgelegt. Es handle sich in einem solchen Fall bei 5000 um „die maximale Zahl Zuschauender“, hieß es von der Behörde. So dürfen wegen der gestiegenen Inzidenz in Frankfurt am kommenden Samstag zum Testspiel von Eintracht Frankfurt gegen AS Saint Étienne nur 5000 Fans kommen. Dabei war zuletzt mit 10.000 Zuschauern geplant worden.

„Eine Ausweitung im Sinne von '5000 + Geimpfte und Genesene' ist nicht vorgesehen“, schrieb das Ministerium. Dies folge dem Leitgedanken des Beschlusses, dass Öffnungsschritte „besonnen und immer mit Blick auf die aktuelle Entwicklung des Pandemiegeschehens“ ermöglicht werden sollen.

Für Feldmann ergibt dies „keinen Sinn“. Der Politiker hofft auf weitere Anreize. „Um es klar zu sagen: Wer sich impfen lässt, tut das nicht nur für sich, sondern auch für seine Stadt. Diese Menschen haben es verdient, hierfür zumindest einen Teil ihrer Freiheitsrechte zurückzuerhalten.“ dpa

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