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Pflegefall nach Faustschlag: Haftstrafe für Angreifer

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Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Nach einem folgenschweren Faustschlag ist ein 50 Jahre alter Mann vom Amtsgericht Frankfurt zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter gingen am Mittwoch von schwerer Körperverletzung aus, nachdem das 59 Jahre alte Opfer seit der Tat dauerhaft ein Schwerstpflegefall ist.

Frankfurt/Main - Der Vorfall hatte sich im August vergangenen Jahres an einem belebten Platz in der Frankfurter Innenstadt in unmittelbarer Nähe eines Wochenmarktes ereignet. Die beiden erheblich alkoholisierten Männer waren aus ungeklärter Ursache in Streit geraten, der mit dem Faustschlag des Angeklagten beendet wurde. Das Opfer stürzte einige Stufen hinunter, stieß mit dem Hinterkopf auf die Gehwegplatten und blieb zunächst reglos liegen. Im Krankenhaus kam der Mann wieder zu Bewusstsein, wegen einer schweren Hirnschädigung ist sein Erinnerungs- und Sprechvermögen jedoch dauerhaft zerstört.

Im Urteil wurden diese Folgen strafverschärfend gewertet. Nachdem der Mann schon wiederholt gewalttätig aufgefallen sei, verbiete sich die Frage nach einer Bewährungsstrafe, hieß es. Der Angeklagte hatte vor Gericht behauptet, sich an nichts mehr erinnern zu können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hatte eine Bewährungsstrafe beantragt. dpa

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