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Der Eingang des Landgerichts und Amtsgerichts in Darmstadt.

13 Messerstiche

Plädoyers nach Messerangriff in Asylbewerberheim erwartet

Im Prozess um eine beinahe tödliche Messerattacke in einer Flüchtlingsunterkunft in Südhessen werden heute die Plädoyers erwartet. Zuvor soll vor dem Landgericht Darmstadt noch ein psychiatrisches Gutachten vorgetragen werden.

Im Prozess um eine beinahe tödliche Messerattacke in einer Flüchtlingsunterkunft in Südhessen werden heute die Plädoyers erwartet. Zuvor soll vor dem Landgericht Darmstadt noch ein psychiatrisches Gutachten vorgetragen werden. Ob die Kammer auch das Urteil spricht, war zunächst unklar. In dem Prozess geht es um versuchten Totschlag.

Angeklagt ist ein Afghane, der einem Gutachten zufolge mindestens 19 Jahre alt ist. Er soll im vergangenen Februar einen 17 Jahre alten Landsmann mit 13 Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben. Das Opfer konnte mit einer Not-Operation gerettet werden. Der Angeklagte hat die Tat am ersten Verhandlungstag gestanden, aber keine weiteren Angaben gemacht.

Der Mann hatte einem psychiatrischen Gutachter, der ihn im Gefängnis befragt hatte, ein mögliches Tatmotiv genannt. Der Angeklagte habe geglaubt, so der Gutachter, dass er von dem späteren Opfer im Schlaf vergewaltigt worden sei. Allerdings gebe es dafür keine Anhaltspunkte.

Der Angeklagte wohnte in einer Unterkunft in Darmstadt-Arheilgen. Er soll Zeugen zufolge immer wieder Kontakt zu Asylbewerbern in einer Unterkunft im nahen Mühltal gesucht haben, obwohl er dort Hausverbot hatte. Als ihn der 17-Jährige wegschickte, sei die Situation eskaliert, hatte eine Betreuerin ausgesagt.

(dpa)

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