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Polizei bereitet für Silvesternacht Großeinsatz vor

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Corona-Regeln für Silvester
Betonteile für Straßensperrungen stehen an der südlichen Mainuferstraße bereit. © Arne Dedert/dpa

Die Frankfurter Polizei erwartet trotz Pandemie zum Jahreswechsel viele Feiernde in der Innenstadt. Die Planungen für den Einsatz laufen schon seit dem Sommer. Kontrollen der geltenden Corona-Regeln soll es auch anderswo in Hessen geben.

Frankfurt/Main - Böller-Kaufverbot und Kontaktbeschränkungen: Die Corona-Pandemie durchkreuzt auch in diesem Jahr Pläne für rauschende Partys in der Silvesternacht. An publikumsträchtigen Plätzen ist das Zünden von Feuerwerk und Böllern untersagt. Dies soll eine Überlastung der Krankenhäuser und anderer Gesundheitseinrichtungen verhindern. Maximal zehn Menschen dürfen sich im öffentlichen Raum treffen. Die Polizeien und Stadtpolizeien wollen mit starker Präsenz sicherstellen, dass die Regeln eingehalten werden.

In der Frankfurter Innenstadt dürfen keine Böller und Raketen abgefeuert werden. Unter anderem gilt dies am Mainufer, in Alt-Sachsenhausen und dem Bahnhofsviertel, wie aus der entsprechenden Allgemeinverfügung der Stadt hervorgeht. Die beiden Fußgängerbrücken Eiserner Steg und Holbeinsteg werden ab 22 Uhr für fünf Stunden komplett gesperrt. Autofahrer sollen das Mainufer und die Innenstadt umfahren, riet die Frankfurter Polizei am Dienstag.

„Wenn viele Menschen zusammenkommen, freut sich das Virus“, sagte der Leiter der Frankfurter Stadtpolizei, Matthias Heinrich. Polizei und Stadtpolizei sehen sich gut aufgestellt für den Silvester-Einsatz, die Planungen laufen seit Sommer. Man wolle einen friedlichen Jahreswechsel gewährleisten, sagte Polizeisprecher Tobias Meier.

An Brennpunkten wie dem Mainufer oder der Innenstadt werde man mit besonders vielen Kräften präsent sein. Hier würden viele Menschen erwartet. Auch die seit diesem Dienstag verschärften Corona-Regeln würden überwacht, wie Kontaktbeschränkungen im Freien oder in Gaststätten. Über Proteste von Gegnern der Maßnahmen sei noch nichts bekannt. Doch auch darauf sei man vorbereitet.

DARMSTADT hat die Einsatzzeiten der Stadtpolizei ausgeweitet, die in Absprache mit der Landespolizei für eine Einhaltung der Regelungen sorgen werde, erklärte eine Sprecherin. Auch FULDA kündigte Kontrollen der öffentlichen Plätze an.

Die Polizei in MITTELHESSEN will wie bereits vergangenes Jahr „starke Präsenz zeigen, damit die wichtigen Corona-Bestimmungen zum Infektionsschutz auch rund um den Jahreswechsel eingehalten werden“, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums mitteilte. Beamtinnen und Beamte sollen das Feuerwerksverbot an publikumsträchtigen öffentlichen Plätzen kontrollieren. Man baue auch auf das solidarische Verhalten der Bürger, sagte der Sprecher. Derzeit lägen keine konkreten Hinweise auf unerlaubte Silvesterveranstaltungen für viele Personen vor.

Auch in KASSEL wollen Ordnungsamt und Stadtpolizei sowie Landespolizei gemeinsam die Einhaltung der Landesverordnung kontrollieren, sagte ein Sprecher der Stadt. Trotz des Feuerwerksverbots werden zudem Parkscheinautomaten mit speziellen Schutzhauben gesichert. Die Maßnahme werde nach massiven Schäden durch nicht zugelassene Feuerwerkskörper zum Jahreswechsel 2017/2018 ergriffen. Der Landkreis Kassel erließ ein Böller-Verbot für eine ganze Reihe von Kommunen, wie mitteilte.

Die Stadt WIESBADEN geht von einer ruhigen Silvesternacht aus. Ein Sprecher verwies unter anderem auf das Verkaufsverbot für Böller und die strengen Corona-Kontaktbeschränkungen. Bereits Silvester 2020/2021 sei sehr ruhig verlaufen. Mögliche Einsatzschwerpunkte der Polizei könnten eventuell rund um das Kurhaus in der Innenstadt oder in der Reisingeranlage sowie im Kulturpark am Hauptbahnhof liegen. Diese Flächen zählen auch zu den Orten, an denen keine Feuerwerkskörper gezündet werden dürfen. „Ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung kann im Einzelfall mit einem Bußgeld von bis zu 25 000 Euro belegt werden“, mahnte die Stadtverwaltung.

Die mittelhessische Stadt GIESSEN sieht angesichts des Verkaufsverbots für Feuerwerk „keine erhöhte Neigung zu Zusammenkünften“ an Silvester. Insofern habe die Stadt auch keine speziellen Sperrgebiete definiert. dpa

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