Polizei-Gewerkschaft lehnt Freiwilligen Dienst ab

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hessen lehnt den Freiwilligen Polizeidienst strikt ab. Auch, weil den Mitgliedern weiterreichende Befugnisse fehlen.

„Wir sehen es kritisch, weil es eine Mogelpackung ist“, sagt Geschäftsführer Bernd Kuske-Schmittinger zum Freiwilligen Polizeidienst. Was er vor allem bemängelt: Die Mitglieder des Freiwilligen Polizeidiensts würden nur kurz angelernt und hätten praktisch keine größeren Befugnisse als normale Bürger. „Das Ganze suggeriert nur, dass Polizei auf der Straße ist, die ist aber gar keine Polizei“, argumentiert der Gewerkschafter. Es sei ja denkbar, dass sich der Einzelne durch deren Anwesenheit sicherer fühle. Das Gefühl sei aber trügerisch, weil in Wirklichkeit gar nicht mehr Polizei vor Ort sei.

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Die Folgen des Abbaus von Polizei in Hessen in der Vergangenheit seien weiter spürbar. Daran ändere auch der Freiwillige Polizeidienst in mehreren Kommunen nicht wirklich etwas. Kuske-Schmittinger stört vor allem: „Die eingesetzten Mitarbeiter werden ja nur mit 7,00 Euro pro Stunde bezahlt. Dafür bekommt man natürlich keine qualifizierten Kräfte.“ Im Gegensatz dazu werde etwa die freiwillige Feuerwehr ausgebildet wie die berufliche. Schließlich müssten deren Angehörige ja Brände löschen und seien oft als erste vor Ort. Das Fazit des GdP-Mannes: „Wir haben uns strikt dagegen verwahrt, dass normale Bürger in eine Uniform gesteckt werden. Also von uns ein ganz klares Nein dazu.“ kn

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