Polizei hat Blockadeaktionen von A49-Gegnern im Blick

Homberg/Ohm - Mehrere Blockadeaktionen von Gegnern des Weiterbaus der Autobahn 49 haben die Polizei auf den Plan gerufen. Mit Fahrrädern hätten die Teilnehmer der Versammlungen jeweils die Weiterfahrt von Baustellenfahrzeugen auf einem Verbindungsweg in der Nähe der Trasse blockiert, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Hintergrund der Aktionen seien Nutzungsrechte des Verbindungswegs.

An der ersten der Aktionen am 10. Juni hätten sich 20 Personen, an folgenden Tagen jeweils bis zu zehn Menschen beteiligt.

Man stehe im engen Austausch mit der Stadt Homberg als zuständige Versammlungsbehörde und der Staatsanwaltschaft und verfolge einen „kommunikativen Ansatz“, erklärte die Polizei. „Je nach Dauer und Intensität kann eine Blockade – auch im Rahmen einer Versammlung – den Straftatbestand einer Nötigung erfüllen.“

Gegen den Weiterbau der Trasse hatte es im vergangenen Spätherbst im Dannenröder Forst und zwei weiteren Waldstücken in Mittelhessen massive Proteste von Umwelt- und Klimaschützern gegeben. Die A49 soll einmal Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. Die Aktivisten sehen das Projekt im Widerspruch zu einer umweltfreundlichen Verkehrswende. Die Befürworter hingegen versprechen sich weniger Lärm und Verkehrsbelastung in umliegenden Dörfern sowie kürzere Wege für Pendler. dpa

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