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Pro Bahn Hessen: 9-Euro-Ticket als Chance für die Zukunft

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Pfingstreiseverkehr - Hauptbahnhof Frankfurt
Ein Mann mit Sonnenhut steht am Hauptbahnhof vor dem Pfingstwochenende vor einer vollen Regionalbahn. © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Nach der großen Auslastung in Zügen am Pfingstwochenende sieht der Fahrgastverband Pro Bahn Hessen in Angeboten wie dem 9-Euro-Ticket eine Chance für die Zukunft. „Die Menschen nutzen die Bahn, wenn das Preissystem einfach und vor allem günstig ist“, sagte der Landesvorsitzende Thomas Kraft am Dienstag. Klar sei aber auch, dass in die Infrastruktur investiert werden müsse.

Frankfurt/Main - „Wir brauchen längere Züge, weil die Menschen nach Corona auch nicht mehr so eng sitzen wollen und mehr Fahrradabteile oder andere Mehrzweckabteile.“

Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass das 9-Euro-Ticket zu Pfingsten den üblichen Fahrgastandrang in Bussen und Bahnen bundesweit noch leicht verstärkt hat. Zahlen nannte sie in einer Bilanz am Dienstag jedoch nicht. Übervolle Züge gab es vor allem auf dem Weg zu Urlaubsregionen, erklärte die Bahn ohne regionale Angaben zu machen. Hinzu kam Gedränge auf Bahnsteigen sowie Verspätungen.

Das 9-Euro-Ticket gilt jeweils für Juni, Juli und August bundesweit in allen Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen und Zügen des Nah- und Regionalverkehrs - egal ob von der Deutschen Bahn oder anderen Anbietern. „Mit 86.000 Zugfahrten ist bei DB Regio über das lange Wochenende alles gerollt, was rollen kann“, teilte der Chef der Konzernsparte, Jörg Sandvoß, mit Blick auf ganz Deutschland mit. Er sprach von einem Kraftakt der Mitarbeiter. Für die zu erwartende steigende Zahl von Fahrgästen ab dem 1. Juni würden bundesweit über 50 zusätzliche Züge rollen.

Auch beim Nordhessischen Verkehrsverbund war die Nachfrage groß. Nicht immer konnten alle Fahrgäste einsteigen, sondern mussten beispielsweise am Freitag auf der Strecke Kassel-Göttingen auf die nächste Verbindung warten, wie eine Sprecherin sagte. Auch die Fahrradmitnahme war nicht immer zu allen Zeiten möglich. Besonders gefragt seien am Freitagnachmittag, Samstagvormittag sowie ab Montagmittag die Linien Kassel-Göttingen, Kassel-Frankfurt, Kassel-Hagen, Kassel-Düsseldorf und Kassel-Bebra-Fulda gewesen. dpa

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