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Projekt „citizenship“: Ein bis zwei Wochen Verzögerung

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documenta Projekt „citizenship“
Das Schiff des documenta-Projekts „citizenship“ fährt am Reichstagsgebäude vorbei. © Christoph Soeder/dpa/Archivbild

Es soll die Idee der internationalen Kunstausstellung documenta an zahlreiche Orte bringen - doch Reparaturarbeiten am Floß „citizenship“ haben das Projekt verzögert. Wegen Wassereintritts im Schiffunterbau musste die zum Floß umfunktionierte Dachkonstruktion einer ehemaligen Lagerhalle einige Tage in Reparatur und Pflege und werde voraussichtlich erst mit ein bis zwei Wochen Verzögerung in Kassel eintreffen, erklärte das Berliner Zentrum für Kunst und Urbanistik am Montag.

Berlin/Kassel - Mit seinen 16 Tonnen Gewicht sei das Floß „durchaus behäbiger, als wir es uns zu Beginn eingestanden haben“, hieß es. „Kurzum: Die „citizenship“ ist kein wendiges Schnellboot, welches für unseren sehr ambitionierten und optimistischen Terminplan von Berlin nach Kassel nötig gewesen wäre.“ Von diesem Mittwoch (29. Juni) an werde man in gemäßigter Geschwindigkeit die Route nach Kassel wieder aufnehmen. „Mit gesammelten Kräften, aber auch Pausen und Zeit, um Kräfte auch auf dem Weg auftanken zu können.“

Die „citizenship“ hatte sich Anfang Juni von der Hauptstadt aus auf den Weg über Flüsse und Kanäle nach Kassel gemacht. Die documenta, die aktuell von einem Antisemitismus-Eklat überschattet wird, gilt neben der Biennale in Venedig als wichtigste Präsentation von Gegenwartskunst. An den Stationen der ursprünglich auf 55 Tage kalkulierten Reise der „citizenship“ sollen jeweils Kunst- und Kulturprojekte realisiert werden.

Die „citizenship“ ist nachhaltig konzipiert. So speisen Sonnenkollektoren den Elektromotor, acht alte Fahrräder treiben eine Schraube an, Rudervereine entlang der Strecke wollen die als Trimaran gebaute Konstruktion schleppen. dpa

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