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Ein Amazon Logo am Logistikzentrum Pforzheim (Baden-Württemberg).

Protest gegen Arbeitsbedingungen bei Amazon

Rund ein Dutzend als Weihnachtsmänner verkleidete Aktivisten hat am Dienstag im osthessischen Bad Hersfeld am Amazon-Logistikzentrum gegen das Versandunternehmen demonstriert.

Rund ein Dutzend als Weihnachtsmänner verkleidete Aktivisten hat am Dienstag im osthessischen Bad Hersfeld am Amazon-Logistikzentrum gegen das Versandunternehmen demonstriert. Der Verein „Aktion Agrar - Landwende jetzt” hatte die Protestaktion organisiert. Die Teilnehmer kritisieren „völlig ungenügende” Arbeitsbedingungen und warfen Amazon eine unfaire Bezahlung seiner Mitarbeiter und Steuervermeidung vor.

Ein Amazon-Sprecher wies die Vorwürfe zurück. Die Mitarbeiter verdienten durchschnittlich 2621 Euro brutto im Monat, sagte er. Die meisten Jobs bei Amazon erforderten keine Ausbildung. Der Konzern zahle alle seine Steuern in jedem Land, in dem er vertreten sei.

Die „Aktion Agrar” sieht außerdem Bauern durch den Lebensmittel-Lieferdienst AmazonFresh gefährdet. Der Konzern hielt dem entgegen, dass unter den rund 300 000 angebotenen Produkten in Berlin, Hamburg und München auch Lebensmittel von ausgewählten Viktualienmarkt-Ständen seien.

(dpa)

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