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Prozess 28 Jahre nach Raubmord: Acht neue Zeugen benannt

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Eine Ausgabe der Strafprozessordnung liegt in einem Gerichtssaal
Eine Ausgabe der Strafprozessordnung liegt in einem Gerichtssaal. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Keine Plädoyers, sondern acht neue Zeugen: Entgegen der Planung sollen im Frankfurter Prozess um einen bereits 28 Jahre zurückliegenden Raubmord nun noch weitere Zeugen vernommen werden. Der Verteidiger des heute 48 Jahre alten Angeklagten stellte am Montag entsprechende Beweisanträge. Die ursprünglich vorgesehenen Schlussvorträge wurden vom Landgericht einstweilen verschoben.

Frankfurt/Main - Der im Januar 1994 noch als Heranwachsender geltende Angeklagte soll einen Optikermeister in der Frankfurter Innenstadt mit einem Komplizen überfallen und anschließend getötet haben. Die Täter flüchteten mit 1000 D-Mark Bargeld (ergäbe umgerechnet rund 500 Euro) sowie Ausweis und Scheckkarte des Opfers. Der an der Tat beteiligte Mittäter tauchte später unter.

2021 wurde der Beschuldigte schließlich in seinem Wohnort Ober-Ramstadt (Südhessen) festgenommen. Ein Fingerabdruck in einem Rauschgiftverfahren hatte in der Datenbank einen Treffer ergeben.

Direkte Tatzeugen gibt es nicht. Bei den nun benannten Zeugen handelt es sich um Personen aus dem örtlichen Ringerverein, dem der Angeklagte angehört hatte. Die Jugendstrafkammer hat nun mehrere neue Verhandlungstermine bis Ende Juli festgelegt. dpa

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