+
Eine Regiotram fährt auf der Strecke von Kassel nach Hofgeismar.

Prozess um Betondeckel: Angeklagter vermutet Racheplan

Mit einer umfangreichen Aussage des Angeklagten hat vor dem Kasseler Amtsgericht ein Prozess um blockierte Bahngleise und zerstörte Signalanlagen begonnen.

Mit einer umfangreichen Aussage des Angeklagten hat vor dem Kasseler Amtsgericht ein Prozess um blockierte Bahngleise und zerstörte Signalanlagen begonnen. Angeklagt ist ein Paar aus dem Landkreis Kassel. Der Mann machte eine verschwundene und enttäuschte osteuropäische Geliebte und ihre zwei Söhne für die Vorfälle verantwortlich. „Das ist die einzig logische Erklärung”, sagte der 35-jährige Verdächtige am Donnerstag. Zusammen mit seiner 31-jährigen Lebensgefährtin steht er unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr vor Gericht.

2015 und 2016 waren nahe der Gemeinde Espenau (Kreis Kassel) Gegenstände wie Schottersteine, Betonplatten und Metalldeckel auf die Gleise gelegt worden. Schaltkästen für Signalanlagen wurden zerstört. Ziel sei eine Zug-Entgleisung „zwecks eigener Belustigung” gewesen, sagte der Staatsanwalt. Doch einmal hatte eine automatische Störungsmeldung der Bahn Schlimmeres verhindert, beim zweiten Mal krachten Regiotram-Bahnen in die Hindernisse, blieben aber in den Gleisen. Verletzt wurde niemand. Der Prozess in Kassel wurde zunächst ausgesetzt, die Ermittler wollen die umfangreichen Angaben des Angeklagten überprüfen.

(dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare