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Prozess gegen mutmaßlichen Brandstifter begonnen

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Gericht
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Am Freitag hat vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen einen 40 Jahre alten Mann begonnen, der in einem Hochhaus Feuer gelegt haben soll. Der Vorwurf lautet besonders schwere Brandstiftung. Die Anklage geht davon aus, dass der wohnsitzlose Angeklagte im Januar dieses Jahres den Brand in dem Hochhaus in Frankfurt-Höchst verursacht hat.

Frankfurt/Main - Bei dem Unglück entstand ein Sachschaden von rund 700.000 Euro. Neun Hausbewohner erlitten teilweise Rauchvergiftungen und mussten evakuiert werden, ein Hund verendete in den Flammen. Während des Feuerwehreinsatzes mussten darüber hinaus die Oberleitungen einer nahen Trambahnstrecke abgeschaltet und die Züge umgeleitet werden.

Am ersten Verhandlungstag legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Er habe in dem Appartement eines Bekannten das Feuer gelegt, nachdem dieser seinem Freund eine tödliche Dosis Heroin verkauft habe.

Nach der Mittagspause des Gerichts kehrte der 40-Jährige nicht mehr auf seinen Platz auf der Anklagebank zurück. Wie es hieß, wurde er nach einer Panikattacke mit dem Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Die Strafkammer will den Prozess Ende Oktober abschließen. dpa

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