Justitia
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Eine Figur der blinden Justitia.

Prozess um Flaschenwürfe auf Polizei endet mit Freispruch

Frankfurt/Main - Im Prozess um Flaschenwürfe gegen Polizeibeamte hat das Amtsgericht Frankfurt den 21 Jahre alten Angeklagten vom Vorwurf des schweren Landfriedensbruchs freigesprochen. Nach Auffassung des Richters und des Anklagevertreters ließ es sich am Montag nicht nachweisen, dass der Mann bei einer größeren Auseinandersetzung auf dem Frankfurter Opernplatz Beamte mit Glasflaschen beworfen hatte (AZ 6120 Js 242813/20).

Im Juli 2020 hatten sich rund 3500 Personen auf dem Platz versammelt, dabei kam es zu Ausschreitungen. Rund 300 Menschen rotteten sich dabei zusammen und griffen Polizeikräfte an. Bei den Krawallen entstand ein Sachschaden von rund 14.000 Euro.

Ursache für den Freispruch war insbesondere die Videoaufzeichnung, die Zweifel an der Identität des Flaschenwerfers hinterließen. So seien Unterschiede an der Kleidung festzustellen, hieß es im Urteil. Auch Zeugen konnten keine stichhaltigen Hinweise auf den Täter geben. Der 21-Jährige hatte vor Gericht zugegeben, in jener Nacht auf dem Opernplatz gewesen zu sein. Mit den Flaschenwürfen aber habe er nichts zu tun. Das Urteil dürfte in Kürze rechtskräftig werden - auch die Staatsanwaltschaft hatte sich für den Freispruch ausgesprochen. dpa

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