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Prozess um Mordversuch an Passantin: Noch keine Aussage

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Justitia
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Die hochbetagte Frau war laut Gericht arg- und wehrlos, als die Täterin sie angriff. Das Opfer überlebte nur knapp.

Frankfurt/Main - Mit der Verlesung der Anklageschrift ist in Frankfurt der Prozess um einen Mordversuch an einer 81 Jahre alten Passantin eröffnet worden. Vor dem Landgericht muss sich seit Freitag eine 25 Jahre alte Frau verantworten. Sie soll im Oktober 2021 in der B-Ebene an der Frankfurter Hauptwache das Opfer von hinten angegriffen, es zu Boden gestoßen und der Frau anschließend zwei Messerstiche in den Unterbauch zugefügt haben. Danach versuchte sie laut Anklage, an die Tasche des Opfers zu gelangen. Passanten griffen jedoch ein und hielten die Täterin fest.

Die Passantin, die laut Anklage vollkommen arg- und wehrlos gewesen war, wurde lebensgefährlich verletzt. Besonders zwei durchtrennte Rippen machten eine rasche Notoperation in der Klinik nötig. Inwieweit die Frau dauerhaft geschädigt ist, war zum Prozessbeginn noch nicht bekannt. Sie soll dazu im Zeugenstand vernommen werden.

Zu Prozessbeginn kündigte die Angeklagte eine Einlassung im Verlauf des weiteren Verfahrens an. Weil ein Sachverständiger verhindert war, blieb es zunächst bei der Anklageverlesung. In dem Verfahren geht es auch um die Frage, ob die Angeklagte aufgrund starken Drogenmissbrauchs nur eingeschränkt schuld- und steuerungsfähig gewesen war. Zeugenaussagen zufolge aber hatte sie das Opfer vor der Tat gezielt beobachtet. Die Schwurgerichtskammer will den Prozess nach drei weiteren Verhandlungstagen Mitte Dezember abschließen. dpa

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