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Prozesse um Rechtsterror inspirierten Theaterstück

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Justitia
Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Am Anfang standen Verfahren vor dem Frankfurter Oberlandesgericht, die weit über die Grenzen der Stadt Beachtung fanden: Der Prozess gegen den Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und der Prozess gegen den unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehroffizier Franco A. An diesem Donnerstag hat in Frankfurt ein Theaterstück der Regisseurin und Autorin Marie Schwesinger in dem Theater Landungsbrücken Premiere, in dem es um die szenische Aufarbeitung der Prozesse geht, aber auch die Fragen, die ungeachtet der juristischen Entscheidungen offen bleiben mussten.

Frankfurt/Main - Die Performance „Werwolfkommandos“ beschäftigt sich mit dem Thema der rechtsextremistischen Gewalt in Deutschland und den Formen juristischer Aufarbeitung. Dabei geht es nach Angaben der Autorin auch um das Verbindende und das Trennende von Theater und Gericht. Bei beiden hat Sprache eine wesentliche Bedeutung - und in gewisserweise ist auch ein Gerichtssaal eine Bühne, in dem die am Verfahren beteiligten Protagonisten verschiedene Rollen haben.

In „Werwolfkommando“ soll es auch um die Frage gehen, „wann gesprochen und wann geschwiegen wird“, es gehe um die Deutungshoheit über die Diskurse, so die Ankündigung. Gleichzeitig werden Antworten auf die Frage gesucht, mit welcher Sprache auf der Bühne rechten Positionen künstlerisch begegnet werden kann. Das Stück kam erstmals im September auf dem Theaterfest Weimar zur Aufführung. dpa

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