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Puttrich richtet Blick auf ukrainische Binnenflüchtlinge

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Hessens Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) hat nach einer Reise in das Kriegsland Ukraine den Blick auf die dortigen Binnenflüchtlinge gerichtet. „In Deutschland und der EU sprechen wir viel über die Menschen, die aus der Ukraine zu uns geflüchtet sind“, sagte Puttrich laut Mitteilung vom Montag. „Dabei darf man aber auch nicht vergessen, dass mindestens ebenso viele Menschen, also Millionen Frauen, Kinder und Ältere, im Land geblieben sind und als Binnenflüchtlinge Schutz in den Städten suchen.“

Wiesbaden/Kiew - Mit dem Winter vor der Tür müsse auch auf die humanitäre Lage in der Ukraine geschaut werden: „Es fehlt sehr viel, zum Beispiel an medizinischer Ausrüstung, Decken, Notstromaggregate und vieles mehr.“

Puttrich war vom 29. September bis 1. Oktober mit Abgeordneten aus neun europäischen Parlamenten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gewesen. Die hessische Staatsministerin für Bundesangelegenheiten vertrat dabei den Bundesrat. „Wir haben in der Ukraine unheimlich mutige, entschlossene und tatkräftige Persönlichkeiten getroffen. Wir haben aber auch in Gesichter geblickt, denen die schlimmen Ereignisse der letzten Monate deutlich anzusehen waren“, berichtete Puttrich. Die Reise sei unter anderem ein Zeichen der Solidarität gewesen.

Zu dem von der Ukraine angestrebten EU-Beitritt betonte die Europaministerin, dieses Land mache sich keine Illusionen über einen schnellen Vollzug. Wichtig sei, „dass ein konkreter Weg dahin festgelegt wird“. Puttrich schlug Partnerschaften einzelner Mitgliedstaaten für konkrete Kapitel der Beitrittsverhandlungen vor. dpa

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