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Radfahrerin bei Aktion militanter Klima-Aktivisten verletzt

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Blaulicht
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/Symbolbild

Den vierten Tag in Folge wird in Frankfurt der Verkehr blockiert. Mehrere Aktivisten werden in Gewahrsam genommen.

Frankfurt/Main - Bei Protesten militanter Klima-Aktivisten ist in Frankfurt eine Radfahrerin verletzt worden. Sie stürzte am Donnerstag auf einer Brücke über den Main, nachdem dort eine ölartige Flüssigkeit auf die Fahrbahn gekippt worden war. Die Frau wurde nach Polizeiangaben von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Eine Sprecherin der Gruppe „Letzte Generation“ entschuldigte sich für den Sturz der Radfahrerin. Es sei nicht geplant gewesen, dass das Öl auf den Radweg laufe sei. Die Aktivisten wollten damit gegen Ölbohrungen in der Nordsee protestieren.

Mitglieder der Gruppe blockierten am Donnerstag sowohl die Untermain- als auch die Friedensbrücke mitten in der Stadt. Einige klebten sich wie schon bei den Aktionen zuvor an der Fahrbahn fest. Der Verkehr lief nach Angaben des Sprechers auf beiden Main-Seiten weiter, allerdings „etwas zähflüssiger als normal“. Eine Überquerung des Mains sei durch die Blockaden allerdings erschwert gewesen.

Die Aktivisten teilten mit, etwa 40 Menschen seien bei den Brückenblockaden in Gewahrsam genommen worden. Eine Haftrichterin habe für zwölf von ihnen eine Haftdauer bis Montagabend angeordnet. Von der Polizei gab es hierzu zunächst keine Angaben.

Es war der vierte Tag in Folge, an dem Aktivisten Straßen in Frankfurt blockierten. Damit demonstrieren sie gegen die Gewinnung von fossilen Brennstoffen und sprechen sich für Erneuerbare Energien aus. Bereits Anfang der Woche waren Strafverfahren gegen Beteiligte der Aktionen eingeleitet worden. dpa

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