ARCHIV - Teilnehmer an einer rechtsextremen Kundgebung stehen am 04.09.2010 in Dortmund auf einem Parkplatz neben einem Polizeibeamten. Die Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten in Deutschland ist im Vorjahr nach Einschätzung des Verfassungsschutzes erneut deutlich gestiegen. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag, 18.04.2011): "Die gewaltbereite Neonazi-Szene ist stärker geworden. Sie ist 2010 erneut um 600 auf 5600 Personen gewachsen." Im Jahr 2000 waren es nach Angaben Fromms noch 2200 Neonazis. Foto: Rene Tillmann dpa/lni (zu dpa 0104 vom 18.04.2011)  +++(c) dpa - Bildfunk+++
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ARCHIV - Teilnehmer an einer rechtsextremen Kundgebung stehen am 04.09.2010 in Dortmund auf einem Parkplatz neben einem Polizeibeamten. Die Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten in Deutschland ist im Vorjahr nach Einschätzung des Verfassungsschutzes erneut deutlich gestiegen. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Montag, 18.04.2011): «Die gewaltbereite Neonazi-Szene ist stärker geworden. Sie ist 2010 erneut um 600 auf 5600 Personen gewachsen.» Im Jahr 2000 waren es nach Angaben Fromms noch 2200 Neonazis. Foto: Rene Tillmann dpa/lni (zu dpa 0104 vom 18.04.2011) +++(c) dpa - Bildfunk+++

"Sturm 18 Cassel"

Rätselhafte Geiselnahme ? Kasseler Neonazi folterte Gefangenen

Ein

Ein Kasseler Neonazi, der kürzlich im NSU-Prozess aussagen sollte, sitzt in Untersuchungshaft. Der 40-Jährige soll zusammen mit einem 27-Jährigen in der ersten Aprilhälfte einen anderen Mann eine Woche lang in einer Wohnung gefangen gehalten und verletzt haben. Die Tat sei im Dunstkreis des rechtsextremen Vereins "Sturm 18 Cassel" geschehen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag und bestätigte Medienberichte.

Das Opfer sei geschlagen und getreten worden, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft bereits am Mittwoch mitgeteilt. Dem 46-Jährigen sei der Kopf geschoren sowie das Mobiltelefon und der Rucksack gestohlen worden. Nach sieben Tagen gelang ihm die Flucht. Der Kasseler Neonazi hatte vor rund einer Woche als Zeuge im NSU-Prozess aussagen sollen, er sagte aber wegen Krankheit ab.

Der

berichtet auf seiner Website, bei dem festgenommenen 40-jährigen Neonazi handle es sich um den mehrfach wegen Gewalttaten und eines Tötungsdeliktes verurteilten Kasseler Bernd T., der auch als Zeuge im im Münchener NSU-Prozess hätte aussagen sollen. Er sollte dem Ausschuss über über Kontakte von Kasseler Neonazis zur Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) berichten.

Dem Nationalsozialistischen Untergrund wird unter anderem der Mord an dem Kasseler Internet-Café-Betreiber Halit Yozgat aus dem Jahr 2006 angelastet.

(dpa/red)

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