Zahlreiche Helfer von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften waren am Montag im Einsatz an der Schwanallee in Marburg.
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Zahlreiche Helfer von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften waren am Montag im Einsatz an der Schwanallee in Marburg.

Mehrere Verletzte

Rätselhafter Gestank im Gesundheitsamt Marburg: Ursache weiter unklar

Die Polizei steht noch immer vor einem Rätsel: Warum sich am Montag in der Marburger Behörde Gestank ausbreitete und rund 50 Mitarbeiter Beschwerden hatten, ist weiter unklar.

Update, 27. August, 14.30 Uhr:Die Geruchsbelästigung im Marburger Gesundheitsamt am gestrigen Montag bleibt rätselhaft. Alle Messungen und Untersuchungen hätten keine Hinweise auf die Ursache für den Gestank ergeben, teilte ein Polizeisprecher am Dienstag mit. 

Gesundheitsamt Marburg: Gebäude wieder geöffnet

Am Vortag war das Gebäude geräumt worden, nachdem mehrere Mitarbeiter über den üblen Geruch sowie Beschwerden wie Husten, Kopfschmerzen oder Schwindel geklagt hatten. 

Das Gebäude wurde gelüftet und konnte am Dienstag wieder geöffnet werden, wie ein Sprecher des Kreises Marburg-Biedenkopf mitteilte. Fast 50 Mitarbeiter hatten Beschwerden, 11 kamen zur Untersuchung ins Krankenhaus, konnten aber wieder entlassen werden.

Update, 26. August, 15.55 Uhr: Die Marburger Polizei steht vor einem Rätsel: Wie deren Sprecher Martin Ahlich soeben auf Anfrage der Gießener Allgemeinen erklärte, ist die Ursache der Geruchsbelastung im Marburger Gesundheitsamt sowie der Gesundheitsbeschwerden mehrerer Personen in dem Gebäude "nicht lokalisierbar und identifizierbar". 

Gesundheitsamt Marburg: Keine Hinweise auf gefährliche Stoffe

Messungen von Polizei und Feuerwehr vor Ort hätten keine Hinweise auf gefährliche Stoffe oder Gase ergeben. Auch eine erneute Begehung habe keine Anhaltspunkte gebracht. "Das Gebäude ist belüftet", die Gefahr sei offenbar gebannt, sagte Ahlich. Auch das Amt für Arbeitsschutz habe sich eingeschaltet.

Bei den in Krankenhäuser gebrachten Mitarbeitern des Gesundheitsamts, die über Kratzen im Hals einhergehend mit Hustenanfällen sowie über Schwindel, Kopfschmerzen und leichte Hautreizungen geklagt hatten, seien keine schweren Verletzungen festgestellt worden. Es habe sich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt, sagte Ahlich. Auch der leitende Notarzt vor Ort habe keine der Personen als "in kritischen Zustand" beurteilt.

Gesundheitsamt Marburg: Hinweise von "Nasenzeugen"

Zwar hätten einige "Nasenzeugen" angegeben, dass es nach Reizgas gerochen habe, Hinweise auf eine Straftat lägen aber nicht vor. Es seien auch keine entsprechenden Hinweise von Augenzeugen eingegangen. 

Was zu den Gesundheitsproblemen geführt hat, ist derzeit völlig unklar.

Erstmeldung, 26. August, 12.37 Uhr: Marburg - Das Gesundheitsamt in Marburg ist am Montagvormittag geräumt worden. Der Grund? Eine starke Geruchsbelastung und gleichzeitig auftretende gesundheitliche Probleme - Kratzen im Hals einhergehend mit Hustenanfällen sowie über Schwindel, Kopfschmerzen und leichte Hautreizungen - bei gleich mehreren Mitarbeitern. Ausgangspunkt scheint die Toilettenanlage der im Marburger Gesundheitsamt an der Schwanallee untergebrachten Methadonambulanz zu sein. 

Gesundheitsamt Marburg: Rettungskräfte in der Schwanallee

Seit 10.20 Uhr sind die Feuerwehr und die Polizei im Einsatz. Alle Mitarbeiter, die über Probleme klagten, konnten das Gebäude verlassen. Bis 11.40 Uhr hatten die Rettungskräfte insgesamt 49 Personen untersucht. Elf davon transportierten Rettungswagen wegen anhaltender Beschwerden zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. 

Gesundheitsamt Marburg: Gebäude geräumt - Was steckt dahinter? 

Was steckt hinter dem Vorfall? Weder die ersten ärztlichen Untersuchungen noch die Messungen der Feuerwehr im Gesundheitsamt Marburg brachten zunächst Hinweise auf das Vorhandensein gesundheitsgefährdender Stoffe. Die "Oberhessische Presse" berichtet von einem "stechend süßlichen Geruch", der sich im Gebäude verteilt hatte. 

Hinweise auf ein vorsätzliches Versprühen etwas von Reizgas ergaben sich nach Angaben der Polizei bislang nicht. Aus Sicherheitsgründen bleibt das Gebäude für den Rest des Tages geschlossen. Die Ermittlungen zur Ursache des Vorfalls dauern an. 

red

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