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Raubmord an Schmuckhändler: Anklage fordert lebenslange Haft

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Eine Strafgesetzbuch liegt in einem Sitzungssaal
Eine Strafgesetzbuch liegt in einem Sitzungssaal. © Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Wegen der Beteiligung an einem tödlichen Raubüberfall auf ein Schmuckhändler-Paar hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt eine lebenslange Haftstrafe für einen 32 Jahre alten Mann gefordert. Sie plädierte in dem seit Dezember laufenden Prozess am Mittwoch auf Mord aus Habgier und zur Ermöglichung weiterer Straftaten sowie auf Mordversuch und Raub mit Todesfolge.

Frankfurt/Main - Bei dem Überfall im Oktober 2017 in Frankfurt-Griesheim waren der 78 Jahre alte Schmuckhändler getötet und seine gleichalterige Ehefrau schwer verletzt worden. Die Schwurgerichtskammer will am Montag (4.7.) das Urteil verkünden.

Das Ehepaar war von vier Männern in seinem Wohnhaus überfallen worden. Ein weiterer Komplize stand vor dem nahen Schmuckladen Schmiere. Vier Angeklagte wurden zwischenzeitlich zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Dem 32-jährigen Moldawier gelang die Flucht in seine Heimat und von dort aus nach Russland, wo er erst im August 2021 festgenommen und später nach Deutschland ausgeliefert werden konnte.

Vor Gericht hatte er beteuert, über die Brutalität seiner Komplizen erschüttert gewesen zu sein. Laut Staatsanwaltschaft aber wirkte er selbst bei den Misshandlungen der Eheleute mit. Der Geschäftsmann war an multiplen Verletzungen gestorben. Die Verteidigung plädierte auf schweren Raub, legte sich im Strafmaß allerdings nicht fest. dpa

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