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Reichlich Eicheln im Wald: Teils kleiner als sonst

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Eicheln auf Waldboden
Zahlreiche Eicheln haben sich auf dem Boden am Wegesrand in einem Wald gesammelt. © Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

In Hessens Wäldern gibt es in diesem Herbst besonders viele Eicheln. Ein solches so genanntes Mastjahr, in dem Bäume üppig Früchte produzieren, komme bei der Eiche etwa alle zwei bis vier Jahre vor, teilte die Sprecherin der Landesbehörde Hessen Forst, Michelle Sundermann, in Kassel mit. Sie ging insgesamt von einem etwas über dem Durchschnitt liegenden Mastjahr aus, mit voll hängenden Eichen insbesondere im Süden.

Kassel - „Die Eicheln scheinen die Trockenheit des Sommers gut überstanden zu haben. Auf schlecht wasserversorgten Standorten sind sie etwas kleiner, machen aber trotzdem einen gesunden Eindruck“, erklärte die Sprecherin weiter. Eine etwa durch Trockenheit ausgelöste Stressreaktion oder „Notmast“ sehe man derzeit nicht. Eine Folge der kleiner ausgefallenen Eicheln könne sein, so der Naturschutzbund Hessen (Nabu), dass diese weniger vital seien und der Keimling leichter eingehe.

Die Eicheln werden Hessen Forst zufolge nicht flächendeckend eingesammelt, um sie etwa für gezielte Anpflanzungen junger Bäume zu nutzen. Bis auf bestimmte Ausnahmen dürften dafür nur sogenannte Saatgutbestände im Wald genutzt werden.

Spaziergänger sollten die Eicheln im Wald liegenlassen, denn „die Tiere freuen sich darüber“, sagte die Hessen Forst-Sprecherin. „Aber ein paar mitzunehmen, um im Garten mal eine Eiche wachsen zu lassen, schadet nicht, es sind eigentlich genügend da.“ dpa

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