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Reise zum Maradona-Club: Eintracht trifft auf Neapel

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Oliver Glasner
Oliver Glasner, Trainer von Eintracht Frankfurt, verfolgt ein Spiel. © Christian Kolbert/dpa/Archivbild

Und jetzt Neapel! Eintracht Frankfurts Traumreise geht auch im Jahr 2023 weiter. Für die Fans wartet ein spannendes Ziel, für den Club eine sportlich schwierige Prüfung.

Frankfurt/Main - Auf die Fans von Eintracht Frankfurt wartet in der Champions League die nächste Traumreise, der Europa-League-Sieger selbst steht vor einer sportlich höchst komplizierten Aufgabe: Die Auslosung des Achtelfinals in der Königsklasse hat den Hessen am Montag in Nyon den SSC Neapel eingebracht. Der Tabellenführer der italienischen Serie A hatte sich in der Gruppe A durchgesetzt und dabei unter anderem Vorjahresfinalist FC Liverpool und Ajax Amsterdam hinter sich gelassen.

„Das ist ein schwerer Gegner, aber es war letztendlich auch zu erwarten, dass wir einen schweren Gegner bekommen. Wir werden alles tun, um in die nächste Runde einzuziehen“, sagte Sportvorstand Markus Krösche. Debütant Frankfurt qualifizierte sich direkt bei der ersten Teilnahme für die K.o.-Phase, die im Frühjahr 2023 ausgespielt wird. Frankfurt spielt zunächst (21. Februar, 21.00 Uhr) zu Hause und im Rückspiel (15. März, 21.00 Uhr) beim früheren Club von Diego Maradona, der derzeit klar die Tabelle der Serie A anführt.

„Ich glaube, dass Neapel nicht so super-happy ist, uns zu kriegen“, fügte Krösche selbstbewusst an. „Von daher werden wir sehen, dass wir unseren Fußball auf den Platz kriegen und die nächste Runde erreichen.“ Wie schon mit dem FC Barcelona in der Europa League vor gut einem halben Jahr und der attraktiven Königsklassen-Gruppe scheinen die Hessen auch diesmal eines der tollsten Lose erwischt zu haben.

„Neapel ist sehr stabil und hat Erfahrung. Wir haben eine richtig gute Mannschaft und haben in der Gruppenphase gezeigt, was wir zu leisten im Stande sind“, fügte Krösche an. „Die Jungs haben sich gefunden, die Automatismen greifen immer besser, das hat man die letzten Wochen gesehen. Die Jungs werden sich noch weiterentwickeln.“

Insgesamt gibt es acht Spieltermine für die Achtelfinals. Die Hinspiele finden am 14., 15., 21. und 22. Februar statt. Die Rückspiele werden am 7., 8., 14. und 15. März ausgetragen. Neben Frankfurt haben auch die anderen deutschen Vertreter knifflige Lose gezogen. Der FC Bayern spielt gegen das von Kylian Mbappé und Lionel Messi angeführte Superstar-Ensemble von Paris Saint-Germain. RB Leipzig bekommt es mit Topfavorit Manchester City um Kapitän Ilkay Gündogan zu tun. Und auch Borussia Dortmund hätte sich wohl ein anderes Los als den FC Chelsea mit Nationalspieler Kai Havertz gewünscht.

Frankfurt hatte sich sechs Monate nach dem Europa-League-Triumph in Sevilla auch in der ausgeglichenen Königsklassen-Gruppe D durchgesetzt. Das Team von Trainer Oliver Glasner ließ Sporting Lissabon und Olympique Marseille hinter sich und landete hinter Tottenham Hotspur auf Platz zwei.

Dass die Titelverteidigung in der Europa League damit endgültig zur Utopie wurde, konnten Glasner und Co. angesichts des Achtelfinal-Einzugs bestens verkraften. Von Seiten des Vereins hieß es am Montagmittag direkt: „Die Fanabteilung arbeitet wieder an einem Reiseangebot. Wir bitten um Geduld und von Nachfragen abzusehen. Wenn es Infos gibt, werden wir es euch wissen lassen.“ Im Jahr 2022 hatten zehntausende Fans der Eintracht die Reisen nach Barcelona und Sevilla angetreten. In Lissabon durften jüngst nicht alle Frankfurter Anhänger ins Stadion, obwohl es dort noch freie Plätze gab. dpa

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