RMV kritisiert geplante 3G-Regelung für Bus und Bahn

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat die geplante 3G-Regelung für Bus und Bahn als „nicht realistisch“ kritisiert. Dies sei auch bei einem massiven Einsatz der Bundespolizei nicht möglich, teilte der RMV in Hofheim am Dienstag mit. In seinem Gebiet gebe es über 1000 Bus- und Bahnlinien sowie mehr als 12.000 Haltestellen, dort stiegen täglich etwa 1,8 Millionen Menschen ein und aus.

Hofheim - „Zudem wären die 3G-Kontrollen deutlich aufwendiger als die Maskenkontrollen, da nicht auf den ersten Blick erkannt werden kann, ob jemand geimpft, genesen oder getestet ist.“ 3G bedeutet, dass nur Geimpfte, Genesene und Getestete Zugang haben.

Die vierte Corona-Welle mache sich bei den Fahrgastzahlen bislang nicht bemerkbar. Ob neue Regelungen darauf einen Einfluss haben könnten, lasse sich derzeit nicht abschätzen. „Wir benötigen von der Bundespolitik eine Aussage dazu, ob der ÖPNV weiterhin unabhängig von den Fahrgastzahlen vollumfänglich aufrechterhalten werden soll“, forderte der Verbund. Für viele Menschen in systemrelevanten Berufen seien Bus und Bahn die einzige Möglichkeit, zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen.

3G in Bussen und Bahnen ist ein Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem SPD, Grüne und FDP im Bund die Ausbreitung des Corona-Virus bremsen wollen. Bislang stehen die Verkehrsmittel allen offen, es gilt aber eine Maskenpflicht. dpa

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