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RMV mit Fahrgast-Plus: Pandemie drückt weiter auf Zahlen

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Im zweiten Pandemie-Jahr sind wieder mehr Menschen mit den Zügen und Bussen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) gefahren. Die Zahl der Fahrten stieg im vergangenen Jahr um rund 40 Millionen auf 565 Millionen, wie der RMV am Mittwoch unter Berufung auf eine erste Prognose mitteilte. Im Vergleich zum Jahr 2019 erreichte der Verbund eine Auslastung von etwa zwei Dritteln.

Hofheim - Die Einnahmen lagen mit geschätzten rund 759 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahr mit rund 762 Millionen. Der RMV wertet dies als leichte Erholung, da das Jahr 2020 noch nicht ganz von Corona geprägt gewesen sei. 2019 hatte der Verbund noch 970 Millionen Euro eingenommen.

Nach wie vor würden im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie vor allem weniger Tages- und Einzelfahrkarten gekauft, erklärte der RMV. Die Stammkundinnen und Stammkunden seien dem Verbund weitestgehend treu geblieben. Bei den Job-Tickets sei sogar ein Plus von rund vier Prozent im Jahresvergleich auf nun 280 000 Berechtigte erreicht worden.

Mehrere Großstörungen ließen die Pünktlichkeit der S-Bahnen um zwei Punkte auf 92 Prozent sinken. Der RMV nannte als ein Beispiel die Schäden an der Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden, die den Betrieb mehrerer S- und Regionalbahnlinien das gesamte zweite Halbjahr lang beeinträchtigten.

Rund zwei Drittel aller Verspätungen gingen auf Zugfolgeverspätungen und Verspätungen aus vorherigen Fahrten zurück. „Dies zeigt eindeutig, dass unsere Infrastruktur am Anschlag ist. Um hier die Qualität nachhaltig zu verbessern, gilt es, die zahlreichen geplanten Bauprojekte schnell voranzutreiben - und dabei gleichzeitig die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten“, erklärte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. dpa

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