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Richterhammer auf einer Richterbank.

Landgericht Frankfurt

Rocker nach „Abreibung” wegen Mordversuchs vor Gericht

Nach einer lebensgefährlichen „Abreibung” eines Bordell-Freiers steht seit Donnerstag ein Mann aus der Rocker-Szene vor dem Landgericht Frankfurt.

Nach einer lebensgefährlichen „Abreibung” eines Bordell-Freiers steht seit Donnerstag ein Mann aus der Rocker-Szene vor dem Landgericht Frankfurt. Die Anklage geht von einem heimtückischen Mordversuch aus, weil das Opfer „arg- und wehrlos” gewesen sei. Der 34-Jährige soll den drei Jahre älteren Freier im Februar vergangenen Jahres in eine Wohnstraße nach Frankfurt-Eckenheim gelockt haben, wo er ihm laut Staatsanwaltschaft plötzlich mit einem Messer mehrere Stiche in den Oberkörper versetzte und mit Tritten schwer verletzte. Nur durch das schnelle Eingreifen der von Anwohnern verständigten Polizei konnte der Mann rechtzeitig in das Krankenhaus gebracht werden.

Hintergrund der „Abreibung” sei ein vorausgegangener Besuch des Opfers in einem Bordell gewesen, in dem es mit der Lebensgefährtin des Angeklagten Geschlechtsverkehr hatte. Die Frau hatte ihrem Lebenspartner danach erzählt, von dem Freier K.O.-Tropfen in ein Getränk geschüttet bekommen zu haben. Nach Aussage des Opfers war der kritische Zustand der Prostituierten allerdings allein auf deren starken Alkoholkonsum zurückzuführen. Der Angeklagte wies eine Tötungsabsicht von sich. Er sei lediglich verärgert über den Freier gewesen.

Die Schwurgerichtskammer hat vorerst vier Verhandlungstage bis Mitte März eingeplant.

(dpa)

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