Roßdorf bleibt mit Eszett im Reisepass

Die Schreibweise der Gemeinde „Roßdorf” mit Eszett in Reisepässen bleibt unverändert. Das hat das Verwaltungsgericht Darmstadt am Mittwoch entschieden und die Klage eines 74 Jahre alten Mannes zurückgewiesen.

Die Schreibweise der Gemeinde „Roßdorf” mit Eszett in Reisepässen bleibt unverändert. Das hat das Verwaltungsgericht Darmstadt am Mittwoch entschieden und die Klage eines 74 Jahre alten Mannes zurückgewiesen. Er hatte seine Forderung auf Änderung der Schreibweise von „ROßDORF” mit scharfem S in „ROSSDORF” mit doppeltem S mit einem Vorfall im Jahr 1976 begründet: Damals sei ihm beim Grenzübertritt von Afghanistan nach Pakistan Urkundenfälschung vorgeworfen worden, denn die Grenzsoldaten hätten das scharfe S als B gelesen - und damit die Angabe zu seinem Wohnort als „RoBdorf”.

Bis 2012 hatte die Gemeinde im Landkreis Darmstadt-Dieburg auf Wunsch des Mannes den Wohnort bei der Verlängerung seines Reisepasses als „Rossdorf” mit Doppel-S eingetragen, ihm anschließend aber diese Schreibweise verweigert. Er reise seitdem nicht mehr in kritische Länder wie Pakistan ein, da er eine Wiederholung des Vorfalls in den 70-er Jahren fürchte und sehe sich in seiner Reisefreiheit eingeschränkt, argumentierte der 74-Jährige. Das Gericht wies die Klage allerdings zurück: Die Schutzpflicht des Staates bestehe unter anderem darin, auf einheitliche Pässe zu achten, hieß es.

(dpa)

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