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Roth für Entfernung und Analyse der kritisierten Bilder

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Kulturstaatsministerin Claudia Roth
Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Staatsministerin für Kultur und Medien. © Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Auch Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) ist für eine zumindest zeitweilige Entfernung der neuen als antisemitisch kritisierten Kunstwerke von der documenta. „Es ist gut und richtig, dass die Gesellschafter der documenta die künstlerische Leitung jetzt aufgefordert haben, diese Zeichnungen aus der Ausstellung zu nehmen“, sagte Roth am Donnerstag in Berlin.

Kassel - „Der Umgang mit diesen Zeichnungen vor dem Amtsantritt von Herrn Farenholtz zeigt erneut, wie wichtig und notwendig ein externes Gremium von Expertinnen und Experten ist, das eine Analyse und Einordnung der auf der documenta gezeigten Werke in Bezug auf mögliche antisemitische Bildsprachen vornimmt. Diese Expertise sollte dann von den Verantwortlichen der documenta auch sehr ernst genommen werden.“

Die beiden Gesellschafter - die Stadt Kassel und das Land Hessen - hatten auf erneute Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta fifteen reagiert. Sie fordern, die diskutierten Zeichnungen „bis zu einer angemessenen Kontextualisierung“ aus der Ausstellung zu nehmen. „Der Umgang mit den Zeichnungen zeigt, wie dringend notwendig die externe Expertise bei der Analyse von Werken auf antisemitische (Bild-)Sprache ist“, teilten sie über die documenta und Museum Fridericianum gGmbH am Donnerstag mit.

Bereits zu Beginn der Kunstausstellung musste ein Werk mit antisemitischen Darstellungen abgehängt werden. An diesem Mittwoch tauchten dann neue Werke auf, die für scharfe Kritik sorgten. dpa

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