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Ruandas Präsident in Mainz: Dreyer für Impfgerechtigkeit

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Paul Kagame, Präsident von Ruanda, und Malu Dreyer
Paul Kagame, Präsident von Ruandaund Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. © Sebastian Gollnow/dpa

Vor dem EU-Afrika-Gipfel in Brüssel ist der ruandische Präsident Paul Kagame am Dienstag zu einem Besuch in Deutschland eingetroffen. Bei der Begrüßung in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei in Mainz sprach sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer für eine globale Impfgerechtigkeit aus. Kagame will sich am Mittwoch von der Mainzer Firma Biontech an deren Standort in Marburg über die Impfstoffherstellung in Afrika unterrichten lassen.

Mainz - Nach einem Eintrag ins Gästebuch der Landesregierung traf der ruandische Präsident zu einem Gespräch mit Dreyer zusammen. „Für einen Ausweg aus der aktuellen Pandemie ist der Zugang aller Menschen zu Impfstoffen zentral“, erklärte die Ministerpräsidentin. Zwar seien in der größten Impfkampagne der Weltgeschichte 3,87 Milliarden Menschen vollständig geimpft worden. „Aber die Chancen auf Impfung sind weltweit sehr ungleich verteilt.“ Während es in Europa eine Impfquote von 70 Prozent gebe, seien in Afrika nur 10 Prozent vollständig geimpft. „Dabei ist Impfgerechtigkeit der einzige Weg aus der Pandemie.“ Das Thema ist auch auf der Tagesordnung des EU-Afrika-Gipfels am Donnerstag und Freitag in Brüssel.

Kagame ist auf Einladung einer Stiftung in Deutschland, um sich von dem Mainzer Impfstoffhersteller Biontech über die geplante Herstellung von Impfstoffen in Afrika informieren zu lassen. Biontech erwartet dazu am Mittwoch an seinem Standort in Marburg neben Kagame auch den ghanaischen Präsidenten Nana Akufo-Addo und den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Rheinland-Pfalz und Ruanda feiern in diesem Jahr den 40. Jahrestag ihrer Partnerschaft. „Seit 40 Jahren leben wir einen engen Austausch, der auf Regierungsebene und auch in der Bevölkerung fest verankert ist“, sagte Dreyer. Dazu gehörten 180 Schulpatenschaften, 150 medizinische Projekten sowie lokale Partnerschaften und Projekten. Mitglieder der rheinland-pfälzischen Landesregierung haben betont, dass es in der Partnerschaft auch um eigene Lernerfahrungen von Ruanda gehe. dpa

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