Neujahrsnacht

Ruhige Silvesternacht in Hessen - Aber einige Brände

Unter verstärktem Polizeischutz haben Zehntausende Menschen in Hessen friedlich den Jahreswechsel gefeiert. Die Behörden berichteten von einer ruhigen Nacht.

Unter verstärktem Polizeischutz haben Zehntausende Menschen in Hessen friedlich den Jahreswechsel gefeiert. Die Behörden berichteten von einer ruhigen Nacht. Es waren aber weit weniger Menschen unterwegs als im Vorjahr. In den großen Städten - vor allem in Frankfurt - waren die Sicherheitsvorkehrungen nach dem Anschlag in Berlin massiv verstärkt worden. Möglicherweise habe auch die Kälte die Menschen mehr zu Hause feiern lassen, sagte ein Polizeisprecher in Kassel. Getrübt wurde die Bilanz durch mehrere Brände mit teils größerem Sachschaden.

In FRANKFURT versammelten sich in der Neujahrsnacht am Mainufer und auf dem Eisernen Steg, wo sonst jedes Jahr Zehntausende hinpilgern, weit weniger Menschen. Sie mussten eine von vier Einlassstellen passieren und durften keine Feuerwerkskörper in diesen Sicherheitsbereich mitnehmen. Betonsperren sicherten Straßenzufahrten in dieses Gebiet ab, um Anschläge wie in Nizza oder Berlin zu verhindern. Die Stadt Frankfurt reagierte mit ihrem neuen Sicherheitskonzept auch auf Übergriffe auf Frauen und Mädchen im vergangenen Jahr am Mainufer.

Frankfurts Feuerwehr war 65 Mal im Einsatz. Überwiegend handelte sich aber um brennende Mülleimer, Bäume und Hecken. Mehrere Menschen seien durch Feuerwerkskörper verletzt worden, hieß es. Damit seien im Bahnhofsviertel auch Einsatzkräfte beschossen worden. Es wurde aber niemand verletzt.

„Die Silvesternacht war insgesamt verhältnismäßig ruhig”, sagte ein Polizeisprecher in DARMSTADT. Sexuelle Übergriffe wurden nicht gemeldet. Ebenfalls ruhig war es in WIESBADEN und KASSEL. Öffentliche Veranstaltungen wurden dort nicht so stark besucht wie erwartet, sagte ein Polizeisprecher.

Beträchtlicher Sachschaden entstand durch mehrere Brände. In einem Parkhaus in Kelkheim (Main-Taunus-Kreis) fielen sieben Autos und mehrere Mopeds einem Feuer zum Opfer. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache war zunächst unklar, wie die Polizei am Sonntag in Wiesbaden mitteilte. Feuerwehren aus mehreren Städten waren beim Löschen der Flammen im Einsatz. Der Schaden wird auf rund 400 000 Euro beziffert.

In Bad Nauheim wurden vier Menschen durch Rauchgase in einem mehrstöckigen Wohnhaus verletzt. Über eine Drehleiter brachte die Feuerwehr zwölf Bewohner in Sicherheit. Die Ursache für die Rauchentwicklung war zunächst unklar. Wie die Polizei in Gießen mitteilte, beläuft sich der Sachschaden auf rund 300 000 Euro. Einen Großeinsatz der Feuerwehr gab es auch bei einem Brand eines Dachstuhls im südhessischen Langen. Niemand wurde verletzt.

Im Fuldaer Ortsteil Bernhards brannte am frühen Neujahrsmorgen das Dachgeschoss eines Wohnhauses aus. Die Hausbewohner konnten unverletzt das Gebäude verlassen. Die Flammen hatten von einer Lagerstelle für Brennholz auf das Haus übergegriffen. Der Schaden wird von der Polizei auf über 150 000 Euro geschätzt.

(dpa)

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