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Zerstörte Fahrzeuge stehen auf der A5 Heidelberg-Darmstadt an der der Anschlussstelle Darmstadt-Eberstadt. Die Polizei hatte einen Sattelzug mit Hilfe eines querstehenden Lkws gestoppt. Foto: dpa

Blaulicht

Sattelschlepper rast nach Verfolgungsjagd ungebremst in Absperrung auf A5

Er fuhr auf der Autobahn Schlangenlinien, raste über Parkplätze und versuchte, Polizeiwagen abzudrängen. Als es den Beamten schließlich gelang, den Sattelzug mit Hilfe eines quer gestellten Lkws zu stoppen, machten die Polizisten im Führerhaus einen Fund, der das Verhalten des Fahrers erklären könnte.

Zerstörte Fahrzeuge stehen auf der A5 Heidelberg-Darmstadt an der der Anschlussstelle Darmstadt-Eberstadt. Die Polizei hatte einen Sattelzug mit Hilfe eines querstehenden Lkws gestoppt. Foto: dpa

Darmstadt - Nach einer Verfolgungsjagd auf der A5 es der Polizei nur mit Mühe gelungen, einen in Schlangenlinien fahrenden Lkw zu stoppen. Der Fahrer des Sattelschleppers raste schließlich in Höhe der Anschlussstelle Darmstadt-Ebersberg ungebremst in eine eigens errichtete Absperrung. Der stark nach Alkohol riechende Fahrer wurde leicht verletzt zur ärztlichen Untersuchung und Blutentnahme ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Der Alkoholtest ergab einen Wert von 2,3 Promille ergeben.  Im Führerhaus des Sattelzugs fanden die Beamten wie die Polizei berichtet mehrere Flaschen Wodka. Der Mann verbrachte die Nacht im Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte.

Polizei konnte Identität des Fahrers noch nicht endgültig klären

Erste Ermittlungen, wonach es sich bei dem Fahrer um einen 37-Jährigen handeln sollte, bestätigten sich laut Polizei nicht. Nach derzeitigem Stand ist der Mann aus der Ukraine 41 Jahre alt. Dies habe man jedoch bislang nicht verifizieren können.

Sattelzug raste über Parkplätze und drohte, in Stauende zu fahren

Alkoholtest bei Verkehrskontrolle der Polizei

Der Sattelzug war bereits in Baden-Württemberg mit seiner riskanten Fahrweise aufgefallen, heißt es in der Mitteilung. Verkehrsteilnehmer alarmierten die Polizei, die die Verfolgung aufnahm. Der Fahrer habe sich aber nicht zum Anhalten bewegen lassen, sondern versucht, die Polizeiwagen abzudrängen. Zudem sei er über zwei Autobahn-Parkplätze gerast. Um zu verhindern, dass der Lkw auf ein Stauende auffährt, errichtete die Polizei mit einem querstehenden Lastwagen und einem Streifenwagen eine Absperrung. Diese habe den 40-Tonner schließlich gestoppt.

Der Sattelzug, der Lastwagen der Autobahnmeisterei sowie der Streifenwagen wurden bei dem Zusammenstoß total beschädigt. Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 300 000 Euro. Der Fahrer wurde festgenommen, die Polizei leitete ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gegen ihn ein. Die Autobahn war aufgrund der Aufräumarbeiten noch bis zum späten Samstagabend gesperrt.

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