+
Thorsten Schäfer-Gümbel, der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, spricht auf der SPD-Regionalkonferenz.

Schäfer-Gümbel: Bund muss Druck auf Billigairlines erhöhen

Für bessere soziale Standards im Luftverkehr sollte die Bundesregierung nach Worten von Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel den Druck auf Billigairlines erhöhen.

Für bessere soziale Standards im Luftverkehr sollte die Bundesregierung nach Worten von Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel den Druck auf Billigairlines erhöhen. „Ausbeutung darf in Deutschland kein Geschäftsmodell sein”, erklärte er am Freitag in Wiesbaden mit Blick auf die Fluglinie Ryanair. Unter Umständen sollte die Bundesregierung prüfen, ob beispielsweise Start- und Landerechte an die Einhaltung sozialer Standards gekoppelt werden könnten.

Beim Luftverkehrsgipfel der Verkehrsminister in Hamburg müsse es ums die Gesamtlage gehen und nicht nur um einzelne Punkte, forderte Schäfer-Gümbel. Bei Kundenfreundlichkeit und Verbraucherschutz hätten die Sommermonate eklatante Mängel in der Branche offenbart. „Die Fluggesellschaften und Airports sind in der Pflicht, ausreichend Personal und Ersatzmaschinen vorzuhalten, um ihren eigenen Flugplan auch tatsächlich halten zu können.”

Bei dem Gipfel auf Einladung des Hamburger Bürgermeisters Peter Tschentscher (SPD) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wollen Bund, Länder, Verbände und Unternehmen darüber beraten, wie künftig Verspätungen und lange Wartezeiten im Luftverkehr reduziert werden können. Am Freitag soll das Abschlusspapier präsentiert werden.

(dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare