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Schlafende Bekannte erstochen: Anklage fordert Unterbringung

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Justitia
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Nach rund sechs Monaten Verhandlung vor dem Landgericht Frankfurt steht ein 25 Jahre alter Mann vor der Unterbringung in der Psychiatrie. Er soll im März vergangenen Jahres eine schlafende Bekannte mit einem Mehrzweck-Werkzeug erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem heimtückischen Mord aus - aufgrund seiner schizophrenen Erkrankung sei der Mann jedoch nicht schuldfähig und müsse deshalb in eine Klinik, hieß es am Mittwoch.

Frankfurt/Main - Die Schwurgerichtskammer will am kommenden Freitag (15. Juli) das Urteil verkünden. (AZ 3590 Js 211331/21)

Nach der Tat infolge eines Trinkgelages in der Wohnung eines Freundes in Schwalbach (Main-Taunus-Kreis) war der Angeklagte festgenommen worden. Die Beamten bedrohte er dabei mit einem Samurai-Schwert. Er hatte knapp vier Promille Alkohol im Blut und redete wirres Zeug, so dass er bereits kurz danach in eine Unterbringung überstellt wurde. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft besteht eine Wiederholungsgefahr und damit ein enormes Risiko für die Allgemeinheit. Der Verteidiger sah seinen Mandanten zwar nicht als Täter, widersetzte sich aber auch nicht der beantragten Einweisung. dpa

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