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Schlafende Frau erstochen: Prozess um Einweisung eröffnet

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Justitia
Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Weil er eine schlafende Bekannte erstochen haben soll, steht ein 25 Jahre alter mutmaßlich psychisch kranker Mann vor dem Landgericht Frankfurt. Die Richter müssen über die dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie entscheiden. Das Landgericht verhandelt seit Freitag über einen entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft, die rechtlich von einem heimtückisch begangenen Mord ausgeht.

Frankfurt/Main - Der Beschuldigte und das spätere Opfer hatten sich im März vergangenen Jahres in der Wohnung eines gemeinsamen Bekannten in Schwalbach (Main-Taunus-Kreis) getroffen. Bei der Zusammenkunft konsumierten beide Männer größere Mengen Alkohol. Die Polizei stellte bei dem 25-Jährigen später 3,83 Promille im Blut fest. Er soll die 59 Jahre alte Frau mit einem Mehrzweck-Werkzeug so schwer verletzt haben, dass sie starb. Sie hatte sich auf einem Sofa schlafen gelegt, während die Männer weiter tranken. Der Wohnungsinhaber benachrichtigte nach der Tat die Polizei.

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Täters gab es Anzeichen für eine schizophrene Erkrankung. Er hatte vor dem Angriff gesagt, jetzt „mal etwas machen“ zu wollen. Vor Gericht äußerte er sich am ersten Verhandlungstag noch nicht zu dem Vorwurf. Polizeibeamte beschrieben den Mann im Zeugenstand als eher unauffällig. Die Schwurgerichtskammer hat noch mehrere Verhandlungstage bis Mitte Februar terminiert. dpa

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