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Hasen-Röhrlinge, auch bekannt als Zimt-Röhrlinge, liegen am 08.10.2013 in der Wedemark (Niedersachsen) vor anderen Pilzen auf einem Tisch. Die Regenfälle der vergangenen Wochen haben die Pilze in den Wäldern im Norden sprießen lassen. Wenn mehr Sammler unterwegs sind, steigt die Zahl der Anrufe im Giftinformationszentrum Nord (GIZ). Die Experten raten davon ab, allein mit Hilfe eines Pilzhandbuches oder gar nur mit einer App auf die Pilzsuche zu gehen. Foto: Christoph Schmidt/dpa (zu lni "Mehr Pilze, mehr Anrufe in Giftinformationszentrum Nord" vom 09.10.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Wegen Trockenheit

Schlechter Auftakt für Pilzsaison: Vorsicht bei der Auswahl

Für Pilzsammler ist der Start in die Saison bescheiden ausgefallen. „Das war grottenschlecht - ein Totalausfall”, sagte Wolfgang Prüfert, Vize-Präsident der in Frankfurt ansässigen Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Für Pilzsammler ist der Start in die Saison bescheiden ausgefallen. „Das war grottenschlecht - ein Totalausfall”, sagte Wolfgang Prüfert, Vize-Präsident der in Frankfurt ansässigen Deutschen Gesellschaft für Mykologie. Wegen der ungewöhnlich langen Trockenheit und Sommerhitze seien die Vorkommen bislang äußerst begrenzt. „Aber verstärkte Niederschläge und ein milder Oktober könnten die Saison noch retten.” Diese läuft bis zum ersten Frost.

Die Vorkommen seien bislang regional sehr unterschiedlich, berichtete Prüfert. Sein Kollege, Verbandspräsident Marco Thines, hat hingegen nicht mehr viel Hoffnung: „Für Gesamtdeutschland würde ich ein eher schlechtes Pilzjahr erwarten.”

Der Verband rät unerfahrenen Sammlern, Vorsicht walten zu lassen. „Man sollte sich auf einige wenige Pilzarten konzentrieren, die man gut erkennen kann, und vom Rest die Finger lassen.” Er empfiehlt zum Sammeln den Steinpilz, Maronenröhrling, Riesenschirmpilz (Parasol), Reizker und Schopf-Tintling. Pfifferlinge gebe es nur in höheren Lagen. Und von Champignons sollte man sich fern halten. „Es gibt in Deutschland auch giftige Champignons”, begründete Prüfert.

Können Hilfsprogramme auf dem Smartphone bei der Bestimmung helfen? Prüfert hat für die Deutsche Gesellschaft für Mykologie einige Apps getestet. Sein Urteil: Pilzsammler, die bei der Suche nur auf eine App vertrauten, spielten mit ihrem Leben.

(dpa)

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