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Schnee in Hessen: Verkehrschaos und Winterfreuden

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Neuschnee in Hessen
Schnee liegt auf der Autobahn A66 bei Fulda am Vormittag, nachdem es in Osthessen stark geschneit hatte. © Frank Rumpenhorst/dpa

Auf den Autobahnen ging in der Nacht zum Samstag teilweise nichts mehr. Auf den Pisten herrschten meist gute Bedingungen.

Offenbach - Schneefälle haben in Hessen am Wochenende zu Behinderungen auf den Straßen geführt. In den Wintersportgebieten freuten sich die Menschen hingegen über den Neuschnee. Die nächste Woche startet laut Deutschem Wetterdienst „niederschlagsfrei“.

In der Nacht zum Samstag führten Schneefälle zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen. Auf den Autobahnen 3 und 5 kam der Verkehr laut Polizei zeitweise komplett zum Erliegen. Querstehende Lastwagen blockierten im Taunus die A3. Die Polizei sperrte die Strecke zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Anschlussstelle Limburg Süd für fast fünf Stunden in beide Richtungen komplett ab. Autofahrer standen im Stau. Räumfahrzeuge kamen nicht durch. Autos und Laster blieben mit leeren Batterien liegen.

Auf der A5 kam der Verkehr zwischen Bad Homburg und Friedberg zum Erliegen. Auch in Richtung Frankfurt kam es durch eine geschlossene Schneedecke zu Beeinträchtigungen. Bei Roßdorf (Landkreis Darmstadt-Dieburg) in Südhessen stieß ein 46 Jahre alter Autofahrer mit seinem Wagen bei starkem Schneefall mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Zwei Insassen des Wagens wurden dabei verletzt und kamen in ein Krankenhaus.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lagen am Samstagmorgen auf dem Feldberg im Taunus rund 26 Zentimeter Schnee. In Limburg an der Lahn lagen rund acht Zentimeter, im Rhein-Main-Gebiet etwa vier Zentimeter Schnee. Auf Hessens höchstem Berg - der 950 Meter hohen Wasserkuppe in der Rhön - lagen laut DWD 23 Zentimeter. Dort war das Schneefallgebiet in der Nacht südlich vorbeigezogen, wie eine Meteorologin sagte.

Hessens Wintersportgebiete und ihre Gäste freuten sich: Auf der Wasserkuppe (Landkreis Fulda) fielen am Samstag 20 Zentimeter Neuschnee. „Es herrschen beste Bedingungen“, sagte Liftbetreiber Florian Heitmann am Sonntag. Allerdings seien Samstag mehr Menschen gekommen - wegen weiterer Schneefälle seien einige am Sonntag wohl „nicht durchgekommen“. Die Polizei meldete schon am Sonntagmittag, die Parkplatzkapazitäten rund um die Wasserkuppe seien erschöpft.

Auch im nordhessischen Willingen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) gab es Neuschnee. „Zurzeit geht es aufwärts“, sagte Susanne Schulten, Pressesprecherin der Wintersport-Arena Sauerland. Der Wintereinbruch habe einen kleinen Aufschwung beschert. Nach und nach würden mehr Lifte in Betrieb gehen. „Die Liftbetreiber hoffen nun, über den Januar hinweg unter anderem durch Beschneiung Schneereserven aufzubauen und so gut gesichert in die zweite Hauptsaison im Februar gehen zu können.“

Derzeit gilt in Willingen und auf der Wasserkuppe im Außenbereich die 2G-Regel, es haben also nur Geimpfte oder Genesene Zutritt. Um einen zu großen Andrang zu vermeiden, sind die Tageskassen in Willingen geschlossen, Tickets können ausschließlich online gebucht werden. Die Zufahrt zum Feldberg im Taunus wurde am Sonntag zeitweise gesperrt. Damit sei eine Überlastung der Parkplätze verhindert worden, berichtete das Polizeipräsidium Westhessen. dpa

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