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Auch ohne Skifahren haben Jennifer Krämer und Stefan Lösch einen schönen Skiurlaub. 

Skiurlaub

Schneechaos in Österreich: Vier junge Hessen werden mit Hubschrauber gerettet

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Auch hessische Skiurlauber sind von den starken Schneefällen im Bayern und Österreich betroffen. Wir haben einige ihrer Eindrücke aus den zugeschneiten Skigebieten zusammengestellt. 

Es sollte ein ganz normaler Skitrip werden, doch der Neuschnee in Österreich machte sechs jungen Menschen, vier von ihnen aus Hessen, einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Lucas Stübner stammt aus dem Hochtaunus und erzählt seine Geschichte aus dem Schneechaos.

Hessische Skiurlauber: Vorräte gingen zur Neige

Die Freunde hatten sich für ihren Skiurlaub etwas Besonderes überlegt: eine Skihütte am Berg im Zillertal. Doch diese Entscheidung sollte ihnen bald schon zum Verhängnis werden. Am Neujahrstag klingelte in der Hütte das Telefon. "Uns wurde empfohlen, besser schon einen Tag früher abzureisen, bevor uns der Schnee im Tal einschließt" erzählt Lucas Stübner gut gelaunt am Telefon. "Kurz darauf wollten wir auch abreisen, aber hier im Tal ging eine Lawine runter und wir kamen nicht mehr raus." Die Autos sind komplett zugeschneit - auch die Wege sind mit jeder Menge Neuschnee überzogen.

Jonas Bohlender schaufelt sich einen Weg zu den Autos. 

Das nächste Problem folgte prompt: Die Freunde hatten ihre Vorräte nur für die Zeit ihres Aufenthalts eingeplant. Doch auch hier gab es eine schnelle Lösung. "Eine benachbarte Familie teilt jetzt ihr Essen mit uns, so kommen wir gut durch." sagt Stübner. 

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Schneechaos in Österreich: Rettung mit dem Hubschrauber 

Jetzt sollen die sechs Freunde mit einem Hubschrauber gerettet werden - bisher war das wegen der heftigen Schneefälle nicht möglich. "Wir waren ständig in Kontakt mit der Gemeinde vor Ort. Da wir auch wieder an die Uni müssen, ist es uns natürlich wichtig, schnell wieder hier raus zu kommen", so Stübner. "Am Wochenende soll dann der Hubschrauber kommen - die Autos müssen leider erst mal hier bleiben."

Langeweile kommt bis jetzt noch nicht auf. "Wir vertreiben uns die Zeit mit Lernen oder Brettspielen, einen Schneemann haben wir auch gebaut, der ist allerdings jetzt unter dem frischen Schnee wieder verschwunden" sagt Lucas Stübner lachend. "Fernsehen geht auch, allerdings müssen wir zweimal am Tag aufs Dach klettern um den Schnee wegzuschaufeln, damit die Satellitenschüssel frei ist."

Der Schnee stapelt sich meterhoch auf der Hütte der sechs Freunde.

Neuschnee: Die Anreise gestaltete sich als schwierig

Eigentlich hatten sich Jennifer Krämer und Stefan Lösch aus Bad Homburg auf einen schönen Skiurlaub im österreichischen Bramberg am Wildkogel gefreut. Doch schon die Anreise am Samstag artete zu einem elf-stündigen Kampf über die verschneiten Straßen aus. "Freunde von uns kamen überhaupt nicht durch", sagt Jennifer Krämer. 

Ohne Schneeketten geht nichts mehr. Die Straßen in Bramberg am Wildkogel sind zugeschneit.

An ihrem Zielort angekommen, wartete schon die nächste schlechte Nachricht. Aufgrund des vielen Neuschnees waren die Pisten schon ab Montag geschlossen. "Wir hatten seit Samstag über einen Meter Neuschnee", erzählt Stefan Lösch. Für die Skipisten einfach zu viel, auch die Rodelbahnen sind gesperrt. "Durch den vielen Neuschnee besteht auch eine große Lawinengefahr", sagt Jennifer Krämer. Beide sind zwar frustriert, ihren Urlaub lassen sie sich jedoch auch nicht kaputt machen. Ihre Zeit verbringen sie nun so weit sie können auf den vom Schnee eingehüllten Wanderwegen, bauen Iglus und schwitzen jeden Abend in der Sauna ihres Chalets.

Meterhoch liegt der Schnee auf den Wanderwegen in 1200 Meter Höhe in Bramberg am Wildkogel. 

Auch eine unserer FNP-Kolleginnen wurde von dem Schneechaos überrascht. Zusammen mit ihrer Familie fuhr sie am Samstag aus dem Frankfurter Raum nach Lienz in Ost-Tirol. Auf der Felbertauernstraße, rund 200 Kilometer von ihrem Zielort entfernt begann ein Schneesturm. Eine geschlossene Schneedecke bildete sich von München bis Ost-Tirol. „Schneeflocken mit etwa drei Zentimeter Durchmesser fielen vom Himmel und unter unseren Scheibenwischern haben sich immer wieder Eisplatten gebildet. Sowas habe ich noch nie erlebt“, erzählt sie. Sechs Stunden hat die Familie schließlich noch einmal gebraucht um anzukommen. Am Ziel in Lienz war dagegen plötzlich alles wieder grün. "Auf dem Berg haben wir zwar genug Schnee zum Skifahren, aber hier in den Lienzer Dolomiten an der Grenze zu Südtirol insgesamt eher wenig Schnee, verrückt, aber trotzdem schön". 

Verschneite Straßen auf der Felbertauernstraße in Österreich. 

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