Verhafteter Journalist in Belarus - Proteste in Polen
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Demonstranten protestieren für die Freilassung des belarussischen Oppositionsaktivisten Roman Protassewitsch.

Schriftsteller unterstützen belarusische Freiheitsbewegung

Rund ein Jahr nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Belarus setzt die Schriftstellervereinigung PEN ein Zeichen der Solidarität mit der Friedensbewegung in dem Land. Die vom PEN-Zentrum Deutschland neugegründete „Stiftung für die Freiheit des Wortes“ unterstütze die Publikation von Aufzeichnungen, Gedichten und Texten der Freiheitsbewegung mit dem Titel „Stimmen der Hoffnung“, teilte das PEN-Zentrum am Mittwoch in Darmstadt mit.

Darmstadt - Die zweisprachige Ausgabe des Buches erscheine am 9. August. Je zwei Euro pro verkauften Exemplar würden an gemeinnützige belarusische Organisationen gehen.

„Mit aufrichtiger Bewunderung erklärt sich das deutsche PEN-Zentrum erneut mit allen Mitgliedern der Demokratiebewegung solidarisch und fordert ein sofortiges Ende der Repressionen in Belarus sowie die Freilassung aller inhaftierten politischen Gefangenen“, teilte PEN-Vizepräsident Ralf Nestmeyer mit. Die Schriftstellervereinigung tritt für die Freiheit des Wortes ein. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists.

Der belarussische Machtapparat von Alexander Lukaschenko geht immer wieder hart gegen Kritiker und Andersdenkende vor. Zuletzt hatte es Razzien gegen unabhängige Medien und Nichtregierungsorganisationen gegeben, bei denen mehrere Menschen festgenommen wurden. Die EU erkennt den immer wieder als „letzten Diktator Europas“ kritisierten Lukaschenko seit der weithin als gefälscht geltenden Präsidentenwahl vor rund einem Jahr nicht mehr als Staatsoberhaupt an. Bei Protesten in den Monaten nach der Wahl gab es mehrere Tote, Hunderte Verletzte und Tausende Festnahmen. dpa

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