Schulfahrten zu NS-Gedenkstätten bleiben freiwillig

Hessische Schüler müssen auch in Zukunft nicht zwingend Gedenkstätten besuchen, die an Nazi-Verbrechen erinnern. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) plant nicht, solche Besuche zu einem verpflichtenden

Hessische Schüler müssen auch in Zukunft nicht zwingend Gedenkstätten besuchen, die an Nazi-Verbrechen erinnern. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) plant nicht, solche Besuche zu einem verpflichtenden Teil des Unterrichts zu machen, wie das hessische Kultusministerium auf Anfrage mitteilte. Die baden-württembergischen Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte angekündigt, über eine solche Unterrichtsverpflichtung nachzudenken. Eisenmann begründete dies unter anderem mit dem wachsenden Antisemitismus in der Gesellschaft.

Das hessische Kultusministerium ermuntert Lehrer nach eigener Darstellung, Gedenkstätten mit ihren Schülern zu besuchen. Darunter sei häufig das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Aber auch andere Gedenkstätten in Hessen böten ein kontinuierliches Bildungsangebot zur NS-Zeit. Die Besuche werden von der Landesregierung finanziell gefördert. „Besuche von sogenannten außerschulischen Lernorten stellen grundsätzlich eine Bereicherung und sinnvolle Ergänzung zum Unterricht in der Schule dar”, teilte das Ministerium mit. Der Besuch von NS-Gedenkstätten biete sich schulformübergreifend im letzten Jahr der Sekundarstufe I an.

(dpa)

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