Wälder
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Bäume eines Waldes.

Schwarz-Grün will Schutz der Bannwälder ausweiten

Die schwarz-grüne Landesregierung will Bannwälder als wichtigen Rückzugsraum für Tiere und Erholungszone für Menschen besser schützen. „Wir wollen das Abholzen im Bannwald für nicht unbedingt notwendigen Kiesabbau verhindern“, erläuterte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden. Mit einer Änderung des Waldgesetzes würden vermeidbare Waldverluste ausgeschlossen.

Wiesbaden - Die Interessen des Waldes sollten nicht hinter denen der Rohstoffgewinnung zurückstehen, betonte Hinz.

In Hessen gibt es nach Angaben des Umweltministeriums rund 19 000 Hektar Bannwälder, das entspricht etwa 2,1 Prozent der Waldfläche. „Sie absorbieren schädliche Emissionen und dienen insbesondere der Erholung für die Menschen in den Ballungszentren.“ Vor allem durch den Ausbau des Frankfurter Flughafens oder für den Sand- und Kiesabbau seien in den vergangenen Jahren intakte Waldgebiete im Bannwald im Rhein-Main-Gebiet in erheblichem Umfang gerodet worden, heißt es in der geplanten Novelle des Waldgesetzes.

Die forstpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Claudia Papst-Dippel, forderte, ein Verbot zur Errichtung von Windenergieanlagen in die Novelle aufzunehmen. Die Minderung der Waldfläche durch solche Anlagen und ihre Zuwege stehe im Gegensatz zur Waldstrategie, nach der die Fläche erhalten und möglichst ausgebaut werden soll. Die AfD-Fraktion machte sich außerdem dafür stark, einen Mindestabstand von 1000 Metern von Windenergieanlagen zu bebauten Flächen gesetzlich zu verankern. dpa

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