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Sechs Jahre Haft nach blutigem Streit im Drogenmilieu

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Handschellen
Ein Mann trägt Handschellen. © Stefan Sauer/dpa/Illustration

Nach einem blutigen Streit im Frankfurter Drogenmilieu ist ein 42 Jahre alter Mann am Freitag vom Landgericht Frankfurt zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Zusätzlich ordnete die Strafkammer die Unterbringung des drogenabhängigen Angeklagten in einer Entziehungseinrichtung an.

Frankfurt/Main - Zwischen dem 42-Jährigen und dem späteren Opfer kam es im Mai 2020 zu einer Auseinandersetzung wegen diverser Drogengeschäfte. Schließlich zückte der Angreifer ein Messer und stieß es dem Kontrahenten mehrfach in den Bauch. Eine Verletzung des Darmes erwies sich als lebensgefährlich und machte eine Notoperation im Krankenhaus erforderlich.

Danach verlor sich die Spur des Verletzten, der auch in dem Prozess als Zeuge nicht zur Verfügung stand. Die Schwurgerichtskammer musste sich stattdessen mit dessen Aussagen bei der Polizei begnügen.

Ursprünglich ging die Staatsanwaltschaft von versuchtem Totschlag aus. Die Beweisaufnahme ergab allerdings, dass der Angreifer von sich aus die Attacke beendet hatte - damit war der Totschlagsvorwurf entkräftet. Er wurde schließlich wegen gefährlicher Körperverletzung und Drogenbesitzes verurteilt, nachdem bei einer Wohnungsdurchsuchung auch mehrere Stichwaffen gefunden worden waren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. dpa

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