Senckenberg-Preise für Polar-Abenteurer und Flechtenforscher

Der Polar-Abenteurer Arved Fuchs und der Flechtenforscher Thorsten Lumbsch haben am Samstagabend in Frankfurt die mit jeweils 10 000 Euro dotierten Senckenberg-Preise bekommen.

Der Polar-Abenteurer Arved Fuchs und der Flechtenforscher Thorsten Lumbsch haben am Samstagabend in Frankfurt die mit jeweils 10 000 Euro dotierten Senckenberg-Preise bekommen. Die Auszeichnung würdigt Wissenschaftler und Persönlichkeiten, die sich für die Artenvielfalt auf der Erde einsetzen.

Fuchs war einer breiteren Öffentlichkeit mit seinen Polar-Abenteuern bekanntgeworden. Er durchquerte den antarktischen Kontinent in 92 Tagen. Mit seinem Segelschiff „Dagmar Aaen” gelang ihm die erste vollständige Umrundung des Nordpols. Mit dem Ice-Climate-Education-Camp in der Arktis entwickelte er ein Format, um Jugendlichen den Klimawandel begreif- und erlebbar zu machen. Fuchs erhielt den Senckenberg-Preis für Natur-Engagement.

Der am Field Museum in Chicago als Vizepräsident für den Bereich Wissenschaft arbeitende Lumbsch bekam die Auszeichnung in der Kategorie Naturforschung. Der Wissenschaftler, der bereits im Alter von 15 Jahren erste Fachartikel veröffentlicht hat, war nach Forschungsreisen in aller Welt an der Beschreibung von mehr als 280 neuen Flechtenarten beteiligt. Flechten gelten nicht nur als Indikator für Luftqualität, die von ihnen produzierten Naturstoffe finden auch in Medizin und Pharmazie vielfach Anwendung.

Die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung hatte 2017 ihr 200-jähriges Bestehen gefeiert. Sie betreibt mit Hunderten Wissenschaftlern unter anderem Forschungen zu Artenvielfalt und Klimawandelfolgen.

(dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare